Nicht der erste Angriff der Grünen auf einen Bundesratssitz

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    Bern,

    Bisher versuchten die Grünen jahrzehntelang vergeblich, einen Sitz in der Landesregierung abzugreifen. Oftmals sahen sie es dabei auf die FDP ab.

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    2019 trat Regula Rytz gegen Ignazio Cassis im Kampf um einen Bundesratssitz an. - keystone

    Seit dem Jahr 2000 haben die Grünen wiederholt versucht, einen Sitz in der Landesregierung zu ergattern, bisher aber immer vergeblich. Nicht bei allen Angriffen stand wie am Mittwoch die FDP im Visier. Aber häufig war das der Fall. Die Grüne Fraktion hat im Herbst den Freiburger Nationalrat Gerhard Andrey nominiert, um einen der beiden FDP-Sitze im Bundesrat anzugreifen.

    In den Augen der Grünen ist die Zauberformel – je zwei Sitze für SVP, SP und FDP und einer für die Mitte – nicht mehr zeitgemäss und die FDP in der siebenköpfigen Landesregierung übervertreten.

    Ihre erste offizielle Kandidatur für einen Bundesratssitz lancierten die Grünen im Jahr 2000. Damals ging es um die Nachfolge von SVP-Bundesrat Adolf Ogi.

    Recordon verliess ein Jahr lang das Rennen

    Die Luzerner Nationalrätin Cécile Bühlmann unterlag im vierten Wahlgang dem Berner Ständerat Samuel Schmid, der damals noch der SVP angehörte. 2007 trat der Waadtländer Grüne Ständerat Luc Recordon gegen Christoph Blocher an. Als sich der Sieg von Eveline Widmer-Schlumpf abzeichnete, nahm sich Recordon aus dem Rennen.

    Ein Jahr später trat er erneut an. Diesmal ging es um einen Ersatz für den zurücktretenden Samuel Schmid. Nach dem ersten Wahlgang zog sich Recordon zugunsten des Thurgauer SVP-Nationalrats Hansjörg Walter zurück. Gewählt wurde Ueli Maurer.

    Regula Rytz wollte FDP-Sitz übernehmen

    2010 traten die Grünen mit der Solothurnerin Brigit Wyss an – sie sollte den FDP-Sitz des zurücktretenden Hans-Rudolf Merz erobern. Wyss machte nur wenige Stimmen. Der Sitz ging schliesslich an Johann Schneider-Ammann.

    Vor vier Jahren schliesslich nominierten die Grünen Nationalrätin Regula Rytz (BE), um einen FDP-Sitze zu ergattern. Gegen Ignazio Cassis holte Rytz 82 Stimmen, aber Cassis schaffte die Wahl auf Anhieb. Bei der Bestätigung von Karin Keller-Sutter gingen 16 Stimmen an verschiedene Personen und 37 Zettel wurden leer eingelegt. Rytz wird in diesem Wahlprotokoll nicht erwähnt.

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