Lia Rumantscha trennt sich von Generalsekretär

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Chur,

In den nächsten Tagen wird der aktuelle Generalsekretär, Markus Solinger, die Lia Rumantscha nach dreijähriger Amtszeit verlassen. Die Organisation beendet das Arbeitsverhältnis mit ihm gemäss einer Mitteilung aufgrund unterschiedlicher Ansichten über die Zukunft.

Die Lia Rumantscha trennt sich wegen unterschiedlichen Vorstellungen über die Zukunft von Generalsekretär Markus Solinger.
Die Lia Rumantscha trennt sich wegen unterschiedlichen Vorstellungen über die Zukunft von Generalsekretär Markus Solinger. - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

«Die Trennung erfolgt aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die Umsetzung der neuen Führungsstruktur», erklärte die Präsidentin der Sprachorganisation, Urezza Famos, gegenüber Keystone-SDA.

In einer Mitteilung vom Dienstag dankt der Vorstand dem scheidenden Generalsekretär für die in den vergangenen drei Jahren geleistete Arbeit. Nach Abschluss der laufenden Übergangsphase wird die Geschäftsleitung die operative Führung übernehmen.

Doch wann wird ein neuer Sekretär oder eine neue Sekretärin für die Institution ernannt, die sich für die Förderung romanischer Sprache und Kultur einsetzt? «Wir werden vorerst keine Stelle ausschreiben, auch nicht interimistisch», so Famos weiter. Denn die Organisation befinde sich in einer Phase des Wandels.

Im vergangenen Jahr hat die Lia Rumantscha ihre Zukunftsstrategie für die Förderung und Entwicklung des Rätoromanischen in der digitalen Welt veröffentlicht. «In dieser seit neun Monaten laufenden Implementierungsphase haben wir uns gefragt, ob die aktuelle Struktur mit der im letzten Jahr verabschiedeten Strategie übereinstimmt», erklärte die amtierende Präsidentin und fügte hinzu, dass das neue Modell der Lia Rumantscha demnächst vorgestellt werde.

Nicht nur auf operativer Ebene, sondern auch im Vorstand stehen Veränderungen an. Am 20. Juni wird die Generalversammlung nämlich das neue Präsidium wählen. Die Delegierten können dabei zwischen zwei Optionen wählen: einem Einzelpräsidium oder einem Co-Präsidium.

Für die Doppelspitze haben sich die aktuelle Präsidentin, Verlegerin und Kulturberaterin Urezza Famos sowie Bernard Maissen zur Verfügung gestellt. Letzterer ist ehemaliger Direktor des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) und war zuvor Chefredaktor der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sowie von Radiotelevisione Rumantscha (RTR).

Für das Amt des Präsidenten kandidiert zudem der Engadiner Chasper Sarott, derzeitiger Vizedirektor und Personalchef des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

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