Kanton Bern soll Wanderbusse künftig mitfinanzieren
Der Kanton Bern soll touristische Buslinien mitfinanzieren können. Der Grosse Rat überwies am Donnerstag eine überparteiliche Motion, wonach sogenannte Wanderbusse in das kantonale Grundangebot des öffentlichen Verkehrs aufgenommen werden können.

Diese saisonalen Linien bringen Ausflügler in beliebte Berg- und Wandergebiete. Sie sollen dazu beitragen, den Freizeitverkehr mit dem Auto zu reduzieren.
Die bestehenden Wanderbusse, etwa in die Gebiete Schallenberg, Chuderhüsi und Lüderenalp, würden stark genutzt, hiess es in der Debatte. So übertreffe die Schallenberg-Linie die Erwartungen seit ihrer Inbetriebnahme deutlich, sagte etwa Motionär Ueli Gfeller (SVP/Schangnau).
Der Regierungsrat sei grundsätzlich offen für das Anliegen, sagte Verkehrsdirektor Christoph Neuhaus (SVP). Er wies aber auch darauf hin, dass die Zusatzkosten vollumfänglich durch den Kanton zu tragen seien. Der Bund beteilige sich bei diesen Angeboten nicht an den Abgeltungen.
Neuhaus setzte sich vergeblich dafür ein, den Vorstoss nur in der unverbindlichen Form des Postulats zu überweisen. Der Grosse Rat stellte sich mit 150 zu 0 Stimmen bei drei Enthaltungen hinter die Motion.
Zum Verdruss des Verkehrsdirektors sprach sich das Parlament auch für eine sofortige Übergangslösung zur Finanzierung aus. Neuhaus hatte betont, dafür fehle eine Rechtsgrundlage.






