Kanton Bern untersucht Auswirkungen des Projekts am Schiffenensee
Die Berner Regierung klärt ab, welche Auswirkungen das Wasserkraftprojekt ScheM am Freiburger Schiffenensee für Trinkwasser, Landwirtschaft und Umwelt im Seeland hat. Der Grosse Rat überwies am Donnerstag einstimmig eine Motion aus den Reihen von EDU, SVP, Mitte und FDP.

Die Kantonsregierung soll unter anderem untersuchen, wie sich eine mögliche Absenkung des Grundwasserspiegels auf Gebäude, Infrastrukturen und die landwirtschaftliche Produktion auswirkt. Auch Folgen für die Gewässerökologie sowie für die Flusskraftwerke in Kallnach, Aarberg und Hagneck sollen aufgezeigt werden.
Der Regierungsrat hatte den Vorstoss zur Annahme empfohlen. Nach seiner Einschätzung könnte das Projekt zwar ökologische Verbesserungen bringen, gleichzeitig aber zu deutlich weniger Wasser in Saane und Aare führen.
Ergebnisse der Abklärungen werden im Umweltverträglichkeitsbericht erwartet, der frühestens Anfang 2027 vorliegen soll. Mehrere Arbeitsgruppen seien bereits im Einsatz, versicherte Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP) im Rat.
Ausgangspunkt des Projekts ScheM ist die vom Bund geforderte ökologische Sanierung der Wasserkraft. Der Freiburger Energiekonzern Groupe E will mit ScheM zur ökologischen Verbesserung der Saane unterhalb des Schiffenen-Staudamms beitragen, indem die Auswirkungen von Schwall und Sunk des Kraftwerks beseitigt werden.
Gleichzeitig will der Energiekonzern die Produktion erhöhen. Geplant ist ein Stollen zwischen dem Schiffenen- und dem Murtensee. In einem unterirdischen Kraftwerk soll das Wasser turbiniert werden.






