Gesetz

    Kanton Bern soll Informatik-Aufsicht in Gesetz verankern

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Wenn es um die Beschaffung und Weiterentwicklung von spezialisierten Computerprogrammen geht, soll das Berner Informatikamt künftig stärker einbezogen werden. Weil der Regierungsrat auf eine zentrale Informatik-Aufsicht verzichtet, fordert der Grosse Rat nun einen Kompromiss in Form eines Gesetzesartikels.

    Der Grosse Rat will das Amt für Informatik verstärkt in ICT-Projekte einbeziehen. (Symbolbild)
    Der Grosse Rat will das Amt für Informatik verstärkt in ICT-Projekte einbeziehen. (Symbolbild) - KEYSTONE/PETER KLAUNZER

    Ziel ist es, dass das Amt für Informatik im Zusammenhang mit besagten Fachapplikationen vermehrt konsultiert werden muss. Bislang liegt die Verantwortung für solche Projekte bei den Direktionen. Der Grosse Rat leistete der entsprechenden Planungserklärung der vorberatenden Finanzkommission (Fiko) am Dienstag einstimmig Folge.

    Ebenfalls auf Antrag der Fiko forderte das Parlament eine verbesserte Aufsicht. Die Regierung soll einen Auftrag für unabhängige, punktuelle Prüfungen der Informatik erteilen und im Rahmen seines ICT-Reportings Bericht erstatten.

    Hintergrund dieser Forderungen ist eine vor zwei Jahren verabschiedete Motion der Finanzkommission, die eine zentrale Aufsicht und Steuerung der Informatik gefordert hatte. Zusätzlichen Druck baute der Grosse Rat im Rahmen des gescheiterten Nevo-Rialto-Projekts der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft auf.

    Gegen eine zentrale Steuerung hatte sich der Regierungsrat in seinem Bericht zur Motion ausgesprochen. Vielmehr setze er auf bereits eingeleitete Optimierungen, hiess es. So seien seit Überweisung der Motion viele Weiterentwicklungsschritte bei der Steuerung, dem Controlling und dem Reporting von ICT-Projekten angestossen worden. Künftig werde die Kantonsregierung zudem über den Stand von Schlüsselprojekten informiert.

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