Grünliberale Bern geben grünes Licht für Mitte-Rechts-Liste

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    Bei den Wahlen zum Berner Gemeinderat steht fest, dass es eine Liste aus dem Mitte-Rechts-Spektrum geben wird.

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    Das Rathaus Bern. - Keystone

    Bei den Berner Gemeinderatswahlen wird es definitiv eine Mitte-Rechts-Liste geben. Die Mitglieder der Grünliberalen haben sich am Dienstagabend für eine gemeinsame Liste mit FDP, SVP, Mitte und EVP ausgesprochen.

    Der Entscheid der Partei für die Liste «Gemeinsam für Bern» fiel mit 36 Ja- gegen 11 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung deutlich aus, wie die Grünliberalen der Stadt Bern mitteilten.

    Die GLP sprach von einem «Zweckbündnis», das darauf abziele, einen zweiten Sitz im fünfköpfigen Gemeinderat für bürgerliche und Mitteparteien zu gewinnen. Das Ziel sei es, die Meinungsvielfalt in der Exekutive zu fördern und selbst einen der beiden Sitze als drittgrösste Partei in der Stadt zu gewinnen.

    Die Mitgliederversammlung fand hinter verschlossenen Türen statt. Die Teilnahme der GLP war parteiintern umstritten, insbesondere die gemeinsame Sache mit der rechtsbürgerlichen SVP. Erstmals bündelt das Mitte-Rechts-Lager damit seine Kräfte auf einer breit abgestützten Liste.

    FDP stimmt einstimmig zu

    Die FDP-Mitglieder hatten der Liste vergangene Woche einstimmig zugestimmt. Bei der Mitte fiel der Entscheid auf Vorstandsebene. Das Ja der SVP-Mitglieder am 12. Februar gilt als sicher. Die EVP als kleinste Partnerin entscheidet am 14. Februar.

    Die Berner Gemeinderatswahlen sind Proporzwahlen. Das System bevorteilt grosse Blöcke. Das Rot-Grün-Mitte-Bündnis (RGM) kam 1992 an die Macht, weil sich eine breite Parteienallianz auf eine gemeinsame Liste verständigte.

    RGM hält vier von fünf Sitzen

    Seit 2016 hält RGM sogar vier der fünf Sitze und ist gemessen an den Wähleranteilen klar übervertreten. Die Parteien des Mitte-Rechts-Lagers traten bislang getrennt an oder setzten auf kleinere Bündnisse.

    Die Parteispitzen einigten sich Anfang dieses Jahres auf eine gemeinsame Liste, um RGM zumindest einen Sitz abluchsen zu können. Die zurzeit stärkste Partei im Mitte-Rechts-Lager ist die GLP.

    Berner Wahlen finden im November statt

    Die Stadtberner Wahlen finden am 24. November statt. Mindestens drei Gemeinderatssitze werden neu besetzt. Erneut antreten werden Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) und Gemeinderätin Marieke Kruit (SP).

    Alec von Graffenried
    Alec von Graffenried, Stadtpräsident von Bern. Aber wie lange noch? - keystone

    Bereits nominiert wurde zudem Stadträtin Ursina Anderegg (GB). Ende März dürfte Nationalrat Matthias Aebischer (SP) folgen.

    Im Mitte-Rechts-Lager steht bereits die Kandidatur von Stadträtin Florence Pärli (FDP) fest.

    Nominationsversammlungen stehen noch aus

    Bei den vier anderen Parteien stehen die Nominationsversammlungen noch aus. Als mögliche Kandidatinnen der GLP sind Nationalrätin Melanie Mettler und die bernische Grossrätin Marianne Schild im Gespräch.

    Die Grünliberalen planen, ihre Kandidatur am 5. März an einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung zu nominieren.

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