Gemeinderat von Muri stellt sich auf hohe Investitionen ein
Die Gemeinde Muri bei Bern budgetiert für 2027 ein kleines Defizit von 300'000 Franken. Der Gesamtaufwand beträgt rund 89 Millionen Franken, wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte.

Die Steueranlage soll im kommenden Jahr bei 1,14 bleiben. Muri bleibt damit eine der steuergünstigsten Gemeinden des Kantons Bern.
Für die längerfristige Entwicklung sei entscheidend, wie die Gemeinde ihre Infrastruktur erhalten und erneuern könne, schrieb der Gemeinderat weiter. In den letzten beiden Jahrzehnten habe sich ein Investitionsstau aufgebaut. In dieser Zeit habe die Gemeinde jährlich rund sechs Millionen Franken investiert.
Von 2026 bis 2036 seien jährliche Sanierungen von durchschnittlich 12,5 Millionen Franken nötig. Betroffen seien unter anderem Schulhäuser, Sportanlagen und das Muribad – alles Liegenschaften aus den 1960er- und 1970er-Jahren.
Ohne Gegenmassnahmen würden die Schulden bis 2036 von heute 51 Millionen auf 123 Millionen Franken steigen. Das zeigt die Finanzplanung, die erstmals über zehn statt fünf Jahre erstellt wurde.
Der Gemeinderat hat eine Zustandsanalyse der gemeindeeigenen Gebäude, eine Aufgabenüberprüfung sowie die Erarbeitung einer Finanzierungsstrategie beschlossen. Er möchte die finanziellen Herausforderungen vorerst mit unveränderter Steueranlage angehen, wie Gemeindepräsident Jan Köbeli (SP) im Communiqué ausführte.
Das Parlament berät am 20. Oktober über das Budget und die Investitions- und Finanzplanung.






