Gemeinde Davos GR führt Obergrenze für WEF-Bauten ein

Angesichts wachsender Probleme rund um temporäre WEF-Bauten sollen diese in Zukunft kontingentiert werden. Die Gemeinde Davos sieht in einer Obergrenze ein wirksames Mittel gegen die zunehmenden Belastungen.

Temporäre Bauten während des Weltwirtschaftsforums sind für Davos zum Problem geworden. Blick auf Davos mit dem Kongresszentrum. (Archivbild)
Temporäre Bauten während des Weltwirtschaftsforums sind für Davos zum Problem geworden. Blick auf Davos mit dem Kongresszentrum. (Archivbild) - KEYSTONE/AP/MARKUS SCHREIBER

Laut einer Mitteilung der Gemeinde Davos wurden für das Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) 2026 zusätzlich zu den WEF-eigenen Bauten 132 Projekte mit mittleren oder grossen Bautätigkeiten erstellt. Gegenüber dem WEF 2025 sei die Zahl noch einmal um rund zehn Prozent angestiegen.

Die temporären Bauprojekte zögen eine Vielzahl von zusätzlichen Gästen an und benötigten Personal für den Betrieb. Probleme im Verkehr und bei der Sicherheit sowie Knappheit bei Unterkünften seien die Folge. Die ohnehin bestehende Knappheit bei Unterkünften werde weiter verschärft. Auch bei der Sicherheit ortet die Gemeinde Probleme.

Gemäss eigenen Angaben hat die Gemeinde Davos in den letzten Jahren verschiedene Massnahmen ergriffen, um die Situation zu verbessern. Trotzdem steige die Zahl der Temporärbauten weiter. «Es ist offenkundig, dass die Anzahl der temporären Bauprojekte nur mit einer Obergrenze wirksam reduziert werden kann.»

Mit der Kontingentierung der temporären Bauprojekte greife die Gemeinde Davos zwar zu einem gewissen Grad in die Wirtschaftsfreiheit ein. Angesichts der grossen negativen Begleiterscheinungen erachte der Kleine Landrat (Gemeinderat) dies aber als zulässig. Insbesondere auch, weil die «milderen Massnahmen» der vergangenen Jahre nicht die erwünschte Wirkung erzielt hätten.

Die Kontingentierung für das WEF-Jahrestreffen 2027 setze direkt bei den grössten Problemfeldern an und wirke dort, wo eine Entlastung am meisten benötigt werde, schreibt die Gemeinde. Eine Reduktion der Anzahl Projekte werde nur in den stark belasteten Zonen angeordnet. Bei den übrigen Zonen werde die bestehende Anzahl Projekte eingefroren und damit eine zusätzliche Steigerung unterbunden.

WEF-notwendige-Projekte und sicherheitsrelevante Bauten der Kantonspolizei würden nicht kontingentiert. Die Obergrenze greift laut Mitteilung, wenn für das WEF-Jahrestreffen 2027 mehr als 125 Gesuche eingereicht werden. In diesem Fall würden die einzelnen Gesuche nach einem Punktesystem beurteilt. Als weitere Verschärfungen sollen Temporärbauten auf maximal zwei Stockwerke begrenzt werden.

Die Problemsituation rund um die WEF-Jahrestreffen sei komplex und vielschichtig, deshalb müssten auch die Lösungswege entsprechend ausgestaltet werden, heisst es in der Mitteilung abschliessend.

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Kommentare

User #4821 (nicht angemeldet)

Ich hoffe das das WEF aus davos verschwindet das bringt nur Unfrieden ins Dorf und spaltet die Dorfgemeinschaft. Es ist ein so unnötiges Treffen und bringt nichts rein gar nichts und noch dazu grosse Umweltbelastungen,verstopfte srassen,unnötige private Flüge usw..........

User #1920 (nicht angemeldet)

Wurde bereits abgestummen. Keine wirkung

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