Freiburger SVP-Staatsrat erntet Kritik aus eigenen Reihen

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Fribourg,

Die Freiburger SVP ist mit ihrem Staatsrat Philippe Demierre nicht nur zufrieden. Demierre und die beiden anderen bürgerlichen Staatsratsmitglieder machten zu wenig «rechte Politik», kritisierte die Volkspartei mit Blick auf die kantonalen Wahlen im kommenden November.

Philippe Demierre
Der Freiburger Staatsrat Philippe Demierre (SVP) erntete Kritik in den eigenen Parteireihen. (Archivbild) - keystone

Die Parteiführung empfiehlt zwar Demierres Kandidatur, wie aus einer Mitteilung der Partei vom Freitag hervorgeht. Laut Aussagen, die am Freitag in der Westschweizer Zeitung «La Liberté» zitiert wurden, war die Diskussion an der entsprechenden Zentralvorstandssitzung jedoch lebhaft.

Enttäuscht von der Arbeit der bürgerlich dominierten Kantonsregierung zeigten sich Nationalrat Nicolas Kolly und der Fraktionschef im Grossen Rat, Flavio Bortoluzzi. Ihre Kritik richtete sich nicht nur gegen Demierre, sondern auch gegen die Bündnispartner Mitte und FDP.

Das bürgerliche Bündnis betreibe keine «rechte Politik» im Staatsrat und Demierre verteidige die Anliegen der SVP nicht ausreichend, wurde moniert. Demierre rief in Erinnerung, dass die Rolle eines Staatsrats eine andere sei als diejenige eines Parlamentariers. Er habe die Entscheide des Gesamtstaatsrats zu vertreten.

Einige Parteivertreter stellten gar die Relevanz des bürgerlichen Bündnisses in Frage, obwohl es 2021 erfolgreich war. Das Bündnis mit der Mitte und der FDP erlaubte es der SVP nämlich nicht, für die kommenden Kantonswahlen einen zweiten Kandidaten aufzustellen.

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