Fedpol sagt Graubünden im Kampf gegen die Mafia Unterstützung zu
Der Bündner Regierungsrat Peter Peyer und der Kommandant der Kantonspolizei, Walter Schlegel, haben sich kürzlich mit Bundesrat Beat Jans und Fedpol-Direktorin Eva Wildi-Cortés ausgetauscht. Die Gespräche drehten sich um die organisierte Kriminalität.

Zum Austausch kam es gemäss Peyer vergangene Woche im Rahmen der zweitägigen nationalen Polizeitagung in Davos GR. «Dabei ging es insbesondere darum, wie wir unsere sowohl auf Bundes- als auch auf Kantonsebene beschränkten Ressourcen besser koordinieren können.» Der Kanton habe dabei die Zusicherung bekommen, dass das Bundesamt für Polizei (Fedpol) Graubünden alle vorhandenen Ressourcen zur Verfügung stelle und man bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität eng zusammenarbeite.
Wie zentral die Bekämpfung der organisierten Kriminalität sei, habe die Fedpol-Direktorin Wildi-Cortés auch schon gegenüber verschiedenen Medien kommuniziert. So würden nur noch wenige Jahre bleiben, um im Kampf gegen die organisierte Kriminalität entscheidende Schritte zu unternehmen. Ansonsten habe man – was die organisierte Kriminalität betreffe – bald Zustände wie in anderen Ländern Europas. Im Dezember hat der Bundesrat dazu eine Strategie zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität vorgestellt.
In Graubünden setzt man gemäss Peyer aktuell stark auf eine Sensibilisierung für die Thematik. Der Kanton wolle konkret aufzeigen, an welchem Ort kantonale Ämter, die Polizei und Gemeinden Massnahmen ergreifen sollen und auf welche Phänomene geachtet werden soll, um die organisierte Kriminalität zu erkennen. In Roveredo GR habe ein Treffen mit diesem Zweck vergangene Woche stattgefunden, weitere könnten in anderen Regionen folgen.
In der Vergangenheit monierte der SP-Regierungsrat auch, dass der Kanton zu wenig Stellen zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität habe. Das betonte er am Dienstag erneut: «Natürlich können wir mehr Personal brauchen. Aber aktuell müssen wir uns überlegen, wie wir mit dem bestehenden Personal optimal vorgehen können.» Der Plan sei, nun zuerst aufzuzeigen, was möglich sei, weil man so dann auch besser abschätzen könne, was es vielleicht noch zusätzlich brauche.










