Biel

    Biel prüft Ausbau des zweisprachigen Schulangebots

    Die Stadt Biel will ihr zweisprachiges Schulangebot ausbauen: Der Gemeinderat hat eine Machbarkeitsstudie zur Ausweitung der «Filière Bilingue» in Auftrag gegeben. Damit reagiert er auf die steigende Nachfrage.

    Die Stadt Biel plant den Ausbau ihres zweisprachigen Schulangebots. (Archivbild)
    Die Stadt Biel plant den Ausbau ihres zweisprachigen Schulangebots. (Archivbild) - Keystone/PETER KLAUNZER

    Die Studie soll die Eröffnung von zwei neuen Filières Bilingues mit je zwei Klassenzügen vom Kindergarten bis zur 6. Klasse an Standorten ausserhalb des Stadtzentrums prüfen, wie die Stadtkanzlei am Freitag mitteilte. Insgesamt könnten etwa 40 neue zweisprachige Klassen entstehen. Damit würden rund 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Schule zweisprachig unterrichtet.

    In einer ersten Phase identifizierte die Abteilung Schulen zwei potenzielle Standorte für die Primarschule: die École primaire de la Poste, welche Klassen aus dem Sahligut aufnehmen würde, sowie die Primarschule Madretsch. Die Auswahl basierte auf Kriterien wie der Zentralität im Quartier, der Raumkapazität und der organisatorischen Umsetzbarkeit. Die Standorte für die Sekundarstufe seien noch in Abklärung.

    In der nächsten Phase analysiert die Stadt die Auswirkungen einer Erweiterung auf die betroffenen Schulen und das Schulsystem. Dabei geht es unter anderem um die Kosten sowie die Klärung kantonaler Bewilligungen. Auch die Voraussetzungen und der Zeitrahmen für eine mögliche Ausweitung werden untersucht. Abschluss der Machbarkeitsstudie ist für Frühling 2027 vorgesehen.

    Die Schulkommissionen hatten bereits 2025 die Eröffnung von zwei neuen «Filières Bilingues» als strategisches Ziel festgelegt. Auch ein überparteiliches Postulat zur «Raschen Ausweitung der Filière Bilingue» wurde vom Stadtrat im Frühling 2026 als erheblich erklärt.

    Die Nachfrage nach zweisprachigen Klassen übersteigt laut der Mitteilung das aktuelle Angebot. Auf dem Schulareal Rittermatte werden aktuell insgesamt 336 Schülerinnen und Schüler zweisprachig unterrichtet, am Standort Alpenstrasse rund 150.

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    Kommentare

    User #3649 (nicht angemeldet)

    Kein Geld und ständig alles ausbauen wollen! Wann kommt unser Land, Städte, Kantone, Gemeinden und Bund endlich zur Vernunft? Überall wird mit der (zu) grossen Kelle angerichtet!

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