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    Biel BE: Zweisprachige Schule soll in zwei Quartiere wachsen

    Stadt Biel
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    Biel/Bienne,

    Die Stadt Biel BE prüft die Ausweitung der Filière Bilingue. Als mögliche Standorte gelten die École primaire de la Poste und die Primarschule Madretsch.

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    Blick auf die Altstadt von Biel (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

    Die Stadt Biel führt eine Machbarkeitsstudie zur Ausweitung des zweisprachigen Schulangebots (Filière Bilingue) durch. In einer ersten Phase wurden zwei Standorte für die Primarschule identifiziert. Im nächsten Schritt analysiert die Stadt unter Einbezug der Lehrpersonen die möglichen Auswirkungen, Chancen und Risiken einer Ausweitung der Filière Bilingue.

    Ziel ist es, die Studie im Frühling 2027 abzuschliessen und das weitere Vorgehen zu definieren.

    In der Stadt Biel gibt es aktuell die Filière Bilingue Primarschule (FiBi) auf dem Schulareal Rittermatte mit zwei kompletten zweisprachigen Klassenzügen (Kindergarten bis 6. Klasse) mit insgesamt 336 Schülerinnen und Schülern. Auf Sekundarstufe werden am Standort Alpenstrasse zwei zweisprachige Klassenzüge (7. bis 9. Klasse) mit rund 150 Schülerinnen und Schülern geführt (FiBiS). Die Nachfrage nach zweisprachigen Klassen übersteigt das aktuelle Angebot.

    Für den Gemeinderat hat die Zweisprachigkeit eine grosse Bedeutung. Er will die zweisprachige Bildung, besonders die Filière Bilingue, stärken und ausbauen. Die Schulkommissionen haben 2025 die Eröffnung von zwei neuen Filières Bilingues als strategisches Ziel festgelegt.

    Dies entspricht auch der Forderung des überparteilichen Postulats «Rasche Ausweitung der Filière Bilingue», das der Stadtrat im Frühling 2026 mit grosser Mehrheit als erheblich erklärt hat.

    Das Vorhaben würde für die Schullandschaft in der Stadt Biel eine grosse und grundlegende Veränderung darstellen. Es bedarf deshalb einer eingehenden Analyse, um die Auswirkungen abschätzen zu können. Der Gemeinderat hat eine Machbarkeitsstudie zur Ausweitung der Filière Bilingue in Auftrag gegeben.

    Ziel ist es, die Eröffnung von zwei neuen Filières Bilingues mit je zwei Klassenzügen (Kindergarten bis 6. Klasse) an Standorten ausserhalb des Stadtzentrums zu prüfen sowie die Auswirkungen zu eruieren. Gesamthaft würde das zu etwa vierzig neuen zweisprachigen Klassen auf Primar- und Sekundarstufe führen. Mit den bestehenden Klassen der FiBi und der FiBiS würden somit ungefähr 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Schule in Biel zweisprachig unterrichtet.

    Zwei potenzielle Standorte auf Primarstufe eruiert

    Im Rahmen der Machbarkeitsstudie hat die Abteilung Schulen in einer ersten Phase zwei Standorte für die Primarschule identifiziert: die École primaire de la Poste (mit Klassen aus dem Sahligut) sowie die Primarschule Madretsch. Die Auswahl stützt sich auf die Kriterien der Zentralität im Quartier, der Kapazität des Schulraums, der organisatorischen Umsetzbarkeit und der Auswirkungen auf das Quartier bezüglich Zusammensetzung der Schülerschaft. Die zwei Standorte entsprechen diesen Anforderungen am besten.

    Alle Lehrpersonen der Stadt Biel werden in diesen Tagen über die Resultate der ersten Phase der Machbarkeitsstudie informiert. Die potenziellen Standorte für die Sekundarstufe sind noch in Abklärung.

    Die nächsten Schritte

    In der nächsten Phase der Machbarkeitsstudie gilt es, die Auswirkungen einer potenziellen Erweiterung der Filière Bilingue für die betroffenen Schulen und auf das Schulsystem als Gesamtes zu eruieren. Konkret geht es darum Chancen, Risiken, Kosten sowie Abhängigkeiten herauszuarbeiten und die Frage der kantonalen Bewilligungen zu klären. Ebenso soll geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen und in welchem Zeitrahmen eine Ausweitung möglich wäre.

    Diese Analyse erfolgt unter Einbezug der Schulleitungen und der Lehrpersonen.

    Der Abschluss der Machbarkeitsstudie ist für Frühling 2027 vorgesehen. Basierend auf der Studie entscheidet der Gemeinderat über das weitere Vorgehen.

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