Berns Grosser Rat will Kinderarmut gezielt bekämpfen

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Der bernische Grosse Rat fordert eine effektive Bekämpfung der Kinderarmut und verlangt gezielte Unterstützung für einkommensschwache Familien.

Kind mit Eltern Schatten
Der bernische Grosse Rat fordert eine effektive Bekämpfung der Kinderarmut. (Symbolbild) - dpa

Er hat am Mittwoch eine entsprechende Richtlinienmotion mit 93 zu 60 Stimmen angenommen. Familien mit tiefem Einkommen sollen gezielt unterstützt werden.

Der Regierungsrat warb vergeblich dafür, den Vorstoss gleich als erfüllt abschreiben lassen: Im Kanton Bern gebe es zahlreiche Instrumente, die einen Beitrag dazu leisteten, dass Armut möglichst nicht weitervererbt werde.

Der Vorstoss wurde von Mitgliedern von Grünen, EVP, SP, GLP, Mitte, AL und FDP eingereicht. Er verlangt gesetzliche Grundlagen für situationsbezogene Leistungen wie kantonale Ergänzungsleistungen oder Familienpauschalen. Ziel sei es, zu verhindern,

dass armutsbetroffene Familien auf Sozialhilfe angewiesen sind.

Kinderarmut in Bern: Ein wachsendes Problem

Kinderarmut sei ein wachsendes Problem sagte Melanie Beutler-Hohenberger (EVP). Jedes sechste Kind im Kanton Bern lebe in Armut oder sei armutsgefährdet ergänzte Valentina Achermann (SP).

Die Motion schlage keine Verteilung von Geldern nach dem Giesskannenprinzip vor sondern eine gezielte Unterstützung.

Die Motionärinnen und Motionäre verwiesen auf die Modelle anderer Kantone. So seien in Solothurn, Genf und der Waadt mit Ergänzungsleistungen gute Erfahrungen gemacht worden.

Im Kanton Bern wurden entsprechende Ideen bisher mit Verweis auf die Kosten verworfen. Der Regierungsrat hatte erklärt, er wolle weiterhin auf bestehende Instrumente wie Betreuungsgutscheine setzen.

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Kommentare

User #3188 (nicht angemeldet)

So ein quatsch ! Und warum wird dann alles teurer in der schweiz während diese politiker wie maden im speck wohnen

User #3937 (nicht angemeldet)

und was ist mit der Altersarmut? Nicht alle wollen sich bei der EL "nackt ausziehen müssen", sich belehren und bevormunden lassen!!! Eine Saumode bei den fürstlich bezahlten Behörden, finanziert mit Steuergeldern! Da sollten die Medien mal hinschauen.

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