Berner Regierung sieht Fortschritte bei der Siedlungsentwicklung
Der Kanton Bern hat Fortschritte bei der Verdichtung der Siedlungen und der Koordination mit dem Verkehr erzielt. Gleichzeitig besteht Handlungsbedarf beim Klimaschutz und beim Schutz von Kulturland, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte.

Er hat den Raumplanungsbericht 2026 zuhanden des Grossen Rates verabschiedet. Der Bericht informiert alle vier Jahre über den Stand und die Herausforderungen der kantonalen Raumplanung. Der Grosse Rat wird ihn voraussichtlich in der Wintersession beraten.
Verdichtung nach innen geht langsam voran
Gemäss dem Bericht kommt die Siedlungsentwicklung nach innen voran, wenn auch langsam. Die bauliche Dichte nahm insbesondere in Städten und Arbeitszonen zu. Positive Impulse gingen von den wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkten aus, in denen die Ansiedlung von Unternehmen erfolgreich verlief, wie der Regierungsrat in seiner Mitteilung ausführte.
Auch die Abstimmung von Siedlung und Verkehr habe sich verbessert. Die Agglomerationsprogramme sowie die Regionalen Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzepte seien etabliert und erfolgreich weiterentwickelt worden. Zudem verbesserte sich die Anbindung des Siedlungsgebiets an den öffentlichen Verkehr. Mit einer neuen Mobilitätsstrategie aktualisierte der Kanton die strategischen Grundlagen.
Klimawandel und Kulturland als Herausforderung
Handlungsbedarf ortet der Regierungsrat bei der Anpassung an den Klimawandel und die Energiewende. Künftig soll die Innenentwicklung stärker auf städtische und dörfliche Kerngebiete ausgerichtet werden. Gefördert werden sollen zudem klimaangepasste Siedlungsstrukturen und attraktive öffentliche Räume.
Eine weitere Herausforderung stellt der Schutz des Kulturlandes dar. Die Reserve an Fruchtfolgeflächen nehme kontinuierlich ab. Der Kanton will deshalb sein Projekt für eine aktive Flächenpolitik weiterentwickeln. Ausserdem müssen geeignete Standorte für Solar- und Windenergieanlagen festgelegt werden.










