Stadt Basel

    Basel-Stadt soll Verlustscheine zu 90 Prozent übernehmen

    Keystone-SDA Regional
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    Basel-Stadt soll nach Ansicht des Grossen Rats die Verlustscheine aus Krankenkassenforderungen zu 90 Prozent übernehmen. Damit sollen Verschuldete ihre Kasse wechseln können Das Parlament hat am Mittwoch eine entsprechende SP-Motion mit 75 zu 18 Stimmen zum ersten Mal an die Regierung überwiesen.

    Wer Verlustscheine bei einer Krankenkasse hat, kann diese nicht wechseln. Dies soll sich gemäss Ansicht des Grossen Rates Basel-Stadt ändern. (Symbolbild)
    Wer Verlustscheine bei einer Krankenkasse hat, kann diese nicht wechseln. Dies soll sich gemäss Ansicht des Grossen Rates Basel-Stadt ändern. (Symbolbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

    Alle Fraktionen mit Ausnahme der SVP und FDP sprachen sich für eine Überweisung aus.

    Seit Juli 2025 können die Kantone bis zu 90 Prozent der Krankenkassenschulden übernehmen. Per Gesetz müssen sie bereits 85 Prozent der aus unbezahlten Prämien und Kostenbeteiligungen entstandenen Verlustscheine finanzieren. Die Verlustscheine bleiben dabei weiterhin bei den Krankenkassen.

    «Mit fünf Prozent mehr schaffen wir die Möglichkeit, die Krankenkasse zu wechseln. Das ist ein wichtiges Puzzleteil in der Armutsbekämpfung», sagte Motionär Ismail Mahmoud (SP). Denn wer unbezahlte Krankenkassenrechnungen hat und deshalb einen Verlustschein besitzt, kann heute nicht zu einer anderen Krankenkasse wechseln.

    Mit der Übernahme vom 90 Prozent durch den Kanton soll diese Wechsel-Sperre aufgehoben und verhindert werden, dass verschuldete Personen bei einer teuren Krankenkasse «gefangen bleiben». Die Übernahme soll damit einen «Teufelskreis durchbrechen», wie es in der Motion heisst.

    In den Parlamentsvoten gab es nur wenig Widerstand gegen die Erstüberweisung. Jenny Schweizer (SVP) gab zu bedenken, dass diese Forderung Fehlanreize schaffe und die jetzigen Hilfen des Kantons wie Prämienverbilligungen ausreichen müssten.

    Kommentare

    User #4856 (nicht angemeldet)

    bei den Krankenkassenprämien kann es schon passieren, dass einer sich verschuldet... aber dass die Kantone das nun übernehmen müssen, finde ich auch nicht richtig. Der einzig richtige Ansatz wäre, dass die Krankenkassen nicht noch weiter ansteigen dürfen! Sie sind jetzt schon fast unbezahlbar!!!

    User #5483 (nicht angemeldet)

    Sollen ihre Schulden selbst bezahlen oder ihre Schulden im Gefängnis absitzen. Dass mit dem Geld von denen die ihre Rechnungen pünktlich bezahlen! Soll doch die Sp die Rechnungen von ihrem Parteikonto bezahlen! Dass währe mal sozial von unseren Sozialisten.

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