Alle Zürcher Gemeinden sollen künftig Begabtenförderung anbieten
Nicht alle Schülerinnen und Schüler im Kanton Zürich fühlen sich von den Schulen bei der Vorbereitung auf weiterführende Schulen genügend unterstützt. Die Regierung will die Chancengerechtigkeit stärken und die Begabungs- und Begabtenförderung flächendeckend in der Volksschule ausbauen.

In vielen Schulen bestehen bereits entsprechende Angebote, insbesondere zur Vorbereitung auf Aufnahmeprüfungen. Bisher sind die Schulen jedoch nicht verpflichtet, solche Angebote anzubieten.
Dies soll sich nun ändern: Die Regierung will alle Gemeinden dazu verpflichten, Angebote zur Begabungs- und Begabtenförderung sowie Angebote für die Vorbereitung auf Prüfungen der Maturitätsschulen bereitzustellen, wie sie am Donnerstag mitteilte. Die Gemeinden sollen dabei selbst entscheiden, wie sie die Angebote ausgestalten und finanzieren.
Mit der flächendeckenden Einführung der Begabungs- und Begabtenförderung sollen Schülerinnen und Schüler auch besser auf weiterführende Schulen vorbereitet werden. Anlass dafür ist unter anderem eine Untersuchung, wonach sich Jugendliche von den Schulen unterschiedlich gut unterstützt fühlen.
Die rund 3000 befragten Jugendlichen, die im Kanton Zürich eine Aufnahmeprüfung abgelegt hatten, bewerteten die Aufnahmeprüfung zwar insgesamt als «bewältigbare Herausforderung». Doch sie gaben an, dass der Schulunterricht den Prüfungsstoff nicht ausreichend abdecke.
Um die Chancengerechtigkeit im Kanton Zürich zu stärken und allen Schülerinnen und Schülern vergleichbare Voraussetzungen zu schaffen, schlägt der Regierungsrat dem Kantonsrat vor, Begabungs- und Begabtenförderung flächendeckend in der gesamten Volksschule einzuführen.






