Aargauer Regierung will Kinder- und Jugendhilfe stärken
Aargauer Kinder, Jugendliche und Familien sollen frühzeitig und einfach Unterstützung erhalten. Dies will der Regierungsrat mit einem neuen Gesetz erreichen. Die Kinder- und Jugendhilfe soll gesamtkantonal koordiniert werden.

Die Bündelung der bestehenden gesetzlichen Regelungen soll gemäss Regierungsrat die Grundlage «für eine flächendeckende, verlässliche und wirksame Versorgung» schaffen. Bildungsdirektorin Martina Bircher (SVP) stellte am Freitag den Entwurf des Gesetzes vor.
«Die Ausgangslage ist beängstigend», sagte Bircher. Für junge Erwachsene gebe es immer mehr IV-Renten. Auch bei den Schulkindern nehme die Zahl der psychosozialen Beeinträchtigung und tiefgreifenden Entwicklungsstörungen zu.
Konkret sollen Kinder, Jugendliche und Familien im ganzen Kanton künftig unabhängig vom Wohnort rechtzeitig die notwendige Unterstützung erhalten. Klare Zuständigkeiten, besser abgestimmte Angebote und geschlossene Versorgungslücken sollen dazu beitragen, Belastungen früher aufzufangen und Familien nachhaltig zu stärken.
Die heutige Kinder- und Jugendhilfe ist im Aargau stark regional geprägt. Es bestünden bei der Verfügbarkeit, Qualität und Ausgestaltung der Angebote teilweise erhebliche Unterschiede, heisst in den Unterlagen zur Anhörung bei Parteien und Interessierten.










