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    Aargauer Regierung lehnt Informationspflicht vor Sexualkunde ab

    Keystone-SDA Regional
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    Aarau,

    Der Aargauer Regierungsrat empfiehlt, eine Motion zur Informationspflicht im Sexualkundeunterricht abzulehnen.

    gebärmutterhalskrebs
    Ein Schüler im Sexualkundeunterricht. (Symbolbild) - Keystone

    Der Aargauer Regierungsrat lehnt eine Informationspflicht für Sexualkunde-Unterricht mit externen Fachpersonen ab. Eine entsprechende Motion empfiehlt er zur Ablehnung. Gleichzeitig bekräftigt er, am Einsatz externer Fachpersonen festzuhalten.

    In der Motion hatten Vertreter von SVP und EDU verlangt, dass Eltern vorgängig informiert werden müssten, wenn Unterrichtseinheiten zu Sexualkunde-Themen mit externen Organisationen durchgeführt würden.

    Gewisse Inhalte hätten Eltern in der Vergangenheit irritiert bis entsetzt, da sie diese nicht mit ihren persönlichen oder religiösen Überzeugungen vereinbar gewesen seien, hiess es in der Motion. Und: So wie Gerichte mit Schweinefleisch gekennzeichnet würden, damit Moslems die Einnahme vermeiden könnten, müssten doch auch Inhalte von Sexualkunde-Lektionen vorgängig deklariert werden.

    Kritik an «Überregulierung»

    Der Regierungsrat verweist in seiner nun vorliegenden Antwort auf die bestehende Praxis, wonach die Schulen die Erziehungsberechtigten über die Ziele und Inhalt des sexualkundlichen Unterrichts grundsätzlich informieren.

    Eine weitere, spezielle Informationspflicht stuft der Regierungsrat als «Überregulierung» ein. Eine solche Pflicht müsste dann auch bei anderen gesellschaftlich oder politisch sensiblen Themen festgeschrieben werden, hält er weiter fest.

    Zudem würde dies viel bürokratischen Aufwand verursachen, Lehrpersonen müssten ihre Informationsschreiben und Rückmeldungen der Eltern dokumentieren. Es sei effektiver, bei Einzelfällen auf Beschwerden hin gezielt zu intervenieren.

    Unterstützung durch externe Fachpersonen

    In einer Interpellation wollten SVP und EDU zudem mehr über den Auftrag des Vereins «Sexuelle Gesundheit Aarau (Seges)» an den Schulen wissen. Es sei gängige Praxis, dass externe Fachpersonen den Schulunterricht punktuell unterstützen, antwortet der Regierungsrat und verweist auf Verkehrsschulung oder Berufswahl.

    «Der Regierungsrat kann nachvollziehen, dass der sexualkundliche Unterricht Verunsicherung auslösen kann.» Sexualität sei ein persönliches und intimes Thema. Deshalb müsse der Unterricht auf dem Lehrplan basieren und beigezogene Fachpersonen geschult sein. «Seges als Fachstelle mit kantonalem Auftrag gewährleistet dies.»

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    Kommentare

    User #1502 (nicht angemeldet)

    Das sieht schon nach medizinischem Unterricht aus... bei uns war das nicht so genau, aber genug, um Verständnis zu zeigen.... irgendwie bedebt... einige scheinen sich hier ziemlich wichtig zu sein, um diesen Unterricht so durchzusetzen...

    User #3631 (nicht angemeldet)

    Seid ehrlich. Hauptursache für die meisten Probleme, .slam

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