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Aargauer Parlament will Migrationsamt unter die Lupe nehmen

Keystone-SDA Regional
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Wohlen,

Im Kanton Aargau wird die Praxis des Migrationsamts in Bezug auf den Widerruf von Aufenthaltsbewilligungen für kriminelle und fürsorgeabhängige Ausländerinnen und Ausländer geprüft. Der Grosse Rat hat den entsprechenden Antrag eines Mitte-Grossrats gutgeheissen.

Der Grosse Rat will das Aargauer Migrationsamt überprüfen. Es geht um die Praxis beim Entzug der Aufenthaltsbewilligung von Ausländerinnen und Ausländern, die länger von staatliche...
Der Grosse Rat will das Aargauer Migrationsamt überprüfen. Es geht um die Praxis beim Entzug der Aufenthaltsbewilligung von Ausländerinnen und Ausländern, die länger von staatliche... - Keystone/GAETAN BALLY

Das Parlament erklärte den Antrag auf Direktbeschluss mit mit 99 zu 35 Stimmen für erheblich. Konkret muss die Geschäftsprüfungskommission (GPK) die Praxis des Amts Migration und Integration Kanton Aargau (Mika) unter die Lupe nehmen. Der Bericht soll in einem halben Jahr vorliegen.

Den Auftrag hatte Mitte-Grossrat Harry Lütolf eingereicht. Er forderte, dass das Mika Bericht erstatten soll, warum im Aargau angemeldeten Ausländerinnen und Ausländern nicht die Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligungen entzogen wird.

Es geht um Personen, welche Delikte begangen haben und/oder länger von staatlicher Fürsorge abhängig sind. Diese Entscheide liegen in der Kompetenz des Mika.

Er wolle das Mika nicht pauschal schlecht reden, sagte Lütolf im Parlament. Für die Untersuchung sprachen sich GLP, SVP, FDP und Mitte aus. Aus der Sicht der GLP könnte eine faktenbasierte Aufbereitung Vertrauen schaffen. Vertrauen sei gut, Kontrolle besser, hielt die FDP fest. Vertrauen in die Behörden sei wichtig.

Gegen eine Untersuchung der Praxis sprachen die SP, Grüne, EVP. Die SP hielt das Vorgehen über den Direktbeschluss für den falschen Weg. Die GPK könne von sich aus aktiv werden. Der Antrag sei populistisch. Es handle sich um einen Eingriff in die operative Arbeit des Mikas, betonte die EVP.

Kommentare

User #7531 (nicht angemeldet)

Wir wollen keine 10-Millionen-Schweiz!

User #5952 (nicht angemeldet)

Journalismus ??? : Die Aufgabe des Journalismus sollte es sein, Menschen inhaltlich zu informieren. Anstatt blindlings Mitteilungen zu übernehmen und populistische Vorschläge mit einer sehr negativen Darstellung für ein Viertel der hier lebenden Bevölkerung zu übertreiben. Ich sehe nämlich überhaupt keine Zahlen! Was genau ist das Problem? Wie gross ist das Problem im wörtlichen und im relativen Sinne? Welche Arten von Lösungen gibt es? Funktioniert das System wirklich nicht und wenn ja, warum? Ist die Regierung selbst schuld daran? Ist es wieder einmal ein zeitraubender Vorschlag, der ausführlich diskutiert werden muss und eigentlich nur einem (kostenlosen) politischen Werbezweck dient? Ich würde gerne eine Kostenübersicht all der unsinnigen Untersuchungen sehen, mit denen die SVP und die FDP die Steuerzahler belasten. Zum Beispiel: Was hat die grosse Untersuchung gekostet, um herauszufinden, ob Lehrer im Bildungswesen nicht zu links sind? Seien Sie einmal wirklich kritisch und nicht selektiv kritisch (sonst sind Sie eigentlich nur ein Sprachrohr bestimmter politischer Parteien!).

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