Öl-Händler behauptet: Alle Schiffe aus Hormus-Blockade befreit

    Sina Barnert
    Sina Barnert

    Genève,

    Aktuell ist die Strasse von Hormus wegen des Iran-Kriegs blockiert. Das treibt den Ölpreis in die Höhe. Nun sollen aber Schiffe befreit worden sein.

    hormus
    Eine verdeckte US-Operation bringt trotz Iran-Krieg wieder Öl durch Hormus. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wegen des Iran-Kriegs gibt es bei der Strasse von Hormus aktuell kein Durchkommen.
    • Die Meerenge ist aber sehr wichtig für den Welthandel.
    • Nun erklärt ein Schweizer Rohstoffhändler, man habe Schiffe aus der Blockade befreit.

    Am 28. Februar starteten Israel und die USA eine gemeinsame Offensive gegen den Iran.

    Daraufhin entbrannte im Pulverfass Nahost ein Flächenbrand. Dies auch, weil der Iran bei Gegenschlägen auch die Golfstaaten, Zypern und die Türkei ins Visier nahm.

    Vom fortlaufenden Krieg betroffen sind aber nicht nur die aktiv oder passiv in Kampfhandlungen verstrickten Länder. Weltweit sind die Folgen des Iran-Kriegs spürbar.

    Sorgst du dich wegen der Blockade der Strasse von Hormus um die Weltwirtschaft?

    So auch an Zapfsäulen in der Schweiz: Die Energiepreise sind seit Ausbruch des Konflikts massiv nach oben geschnellt.

    Dies auch, weil die für den Welthandel so wichtige Meerenge Strasse von Hormus aktuell blockiert ist. Sie ist insbesondere für den Rohstoffhandel von grosser Bedeutung.

    Auch Schweizer Firmen haben Schiffe, die feststecken

    Das Problem: Wegen der Blockade fehlen aktuell zwölf Millionen Fass Öl – Pro Tag.

    Das zwingt Ölhändler auf der ganzen Welt dazu, kreativ zu werden. Wie geht die betroffene Branche mit der Unsicherheit rund um die Strasse von Hormus um?

    Einblicke dazu gab es am «FT Commodities Global Summit», der von Montag bis Mittwoch in Lausanne stattfand. Dort plauderten die Bosse der grossen Ölfirmen auch etwas mehr als sonst aus dem Nähkästchen, wie SRF berichtet.

    So erklärte der Chef der Rohstoffhändlerin «Trafigura», Richard Holtum, aktuell seien neun ihrer Schiffe blockiert. Erst ein Schiff des Unternehmens mit Sitz in Genf habe die Strasse von Hormus passieren können.

    Mercuria konnte Schiffe befreien – «es gibt Wege»

    Beim ebenfalls in Genf ansässigen Konkurrent «Mercuria» tönt es derweil etwas anders. Man habe sämtliche Tanker aus der Blockade befreien können.

    Am Gipfel erklärt «Mercuria»-Chef Marco Dunand zur Lösung der Schiffe aus der Blockade: «Es gibt Wege.»

    Ist der Iran-Krieg bald vorbei?

    Wie diese Wege jedoch aussehen und ob Geld geflossen ist, wollte Dunand nicht verraten. Ebenfalls offen bleibt, in welchem Zeitraum es gelang, die Schiffe zu befreien. Und um wie viele Tanker es sich gehandelt hat.

    Gerne hätte Nau.ch zu diesen Fragen eine Auskunft von Mercuria eingeholt. Eine Anfrage blieb vom Rohstoffhändler aber bis zum Erscheinen des Artikels unbeantwortet.

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    Kommentare

    User #4933 (nicht angemeldet)

    Die werden beiden Seiten "Schutzgeld" bezahlt haben.

    User #4467 (nicht angemeldet)

    Natürlich nur gegen Geld. Wie soll das sonst funktionieren

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