Zehn Länder fordern Ende der Kampfhandlungen im Libanon

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Kanada,

In einer gemeinsamen Mitteilung haben Kanada, Grossbritannien, die Schweiz und sieben weitere Staaten «ein unverzügliches Ende der Kampfhandlungen im Libanon» gefordert. Die Länder seien «zutiefst besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Lage und die Vertreibungskrise im Libanon», heisst es in der von Kanada verbreiteten Stellungnahme. Vor allem Zivilisten und zivile Infrastruktur müssten vor den Auswirkungen der Feindseligkeiten geschützt werden.

Ein Anwohner geht in den Trümmern eines Gebäudes, das bei einem israelischen Luftangriff am vergangenen Mittwoch im Zentrum von Beirut zerstört wurde. Foto: Hassan Ammar/AP/dpa
Ein Anwohner geht in den Trümmern eines Gebäudes, das bei einem israelischen Luftangriff am vergangenen Mittwoch im Zentrum von Beirut zerstört wurde. Foto: Hassan Ammar/AP/dpa - Keystone/AP/Hassan Ammar

Die Länder begrüssten die jüngst zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe. Aber auch im Libanon müssten nun die Waffen schweigen.

Die Aufforderung folgt auf ein erstes Treffen zwischen israelischen und libanesischen Vertretern in Washington, die zur Aufnahme direkter Verhandlungen der Kriegsparteien führen sollen.

Im Zuge des Iran-Kriegs war auch der Konflikt zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel wieder eskaliert. Lange Zeit agierte die Hisbollah im Libanon wie ein Staat im Staate. Israel wirft der libanesischen Regierung Versagen beim Prozess der Entwaffnung vor.

Die zehn Länder mahnten in ihrer Stellungnahme zu dem Konflikt auch eine «Achtung des humanitären Völkerrechts» an, um die Menschenwürde zu wahren, Schäden für die Zivilbevölkerung gering zu halten und humanitäre Hilfe zuzulassen. «Wir verurteilen aufs Schärfste Handlungen, die zum Tod von UN-Friedenstruppen geführt und die Risiken für humanitäres Personal im Südlibanon erheblich erhöht haben», hiess es weiter.

Bei mehreren Vorfällen Ende März waren im Südlibanon drei UN-Blauhelmsoldaten getötet worden. Nach ersten Erkenntnissen der UN-Friedensmission Unifil erfolgte ein Angriff am 29. März durch einen Panzer der israelischen Armee, ein zweiter am 30. März durch eine von der libanesischen Hisbollah-Miliz gelegte Sprengfalle.

Die UN-Mission gerät immer wieder zwischen die Fronten. Die Vereinten Nationen haben seit 1978 Blauhelmsoldaten in der Grenzregion stationiert. Aktuell sind daran rund 7.500 Soldatinnen und Soldaten aus fast 50 Ländern beteiligt.

Zu den Verfassern der Mitteilung gehören Australien, Brasilien, Kanada, Kolumbien, Indonesien, Japan, Jordanien, Sierra Leone, die Schweiz und das Vereinigte Königreich.

Kommentare

User #2036 (nicht angemeldet)

Waffellager in Spitäler. Die Hisbollah nimmt den Libanon als Geisel.

User #7347 (nicht angemeldet)

Die Regierung dort hat es total nicht im Griff. Terrorgruppen haben dort schon lange das Sagen. Hehehe. LOL.

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