Aus Sicherheitskreisen und von Rettungskräften hiess es, 16 Soldaten seien bei dem Angriff vom Mittwoch getötet und zehn weitere verletzt worden.
Malis Regierungschef Maiga am 26. September
Malis Regierungschef Maiga am 26. September - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Zentrum Malis hat sich ein dschihadistischer Angriff ereignet.
  • Die politische Situation in Mali ist seit 2012 von Machtkämpfen und Instabilität geprägt.

Bei einem mutmasslich dschihadistischen Angriff im Zentrum Malis sind nach örtlichen Angaben mehr als ein Dutzend malische Soldaten getötet worden. Aus Sicherheitskreisen und von Rettungskräften hiess es, 16 Soldaten seien bei dem Angriff vom Mittwoch getötet und zehn weitere verletzt worden. Die Armee des westafrikanischen Landes meldete neun Tote und elf Verletzte in ihren Reihen.

Nach Armeeangaben wurden die Soldaten zunächst Opfer eines Sprengsatzes. Anschliessend hätten die Angreifer das Feuer eröffnet. Bei der Verfolgung der Angreifer seien 15 von ihnen getötet und 20 Motorräder beschlagnahmt worden.

Tausende Soldaten und Zivilisten in Krisenregion getötet

Die politische Situation in Mali ist seit 2012 von Machtkämpfen und Instabilität geprägt. Die meist islamistisch motivierte Gewalt hat in den vergangenen Jahren auch die benachbarten Länder in der Sahel-Zone erreicht. Tausende Soldaten und Zivilisten wurden in der Krisenregion getötet, hunderttausende Menschen mussten aus ihrer Heimat fliehen.

Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich ist in Mali mit besonders vielen Soldaten präsent. Die Bundeswehr ist an zwei internationalen Einsätzen in Mali beteiligt, an der EU-Ausbildungsmission EUTM und an der UN-Mission Minusma.

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