Xi Jinping warnt Donald Trump vor Konfrontation wegen Taiwan
Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat US-Präsident Donald Trump in Peking mit militärischen Ehren empfangen.

Das Wichtigste in Kürze
- Zu Beginn des Treffens lobte Trump Chinas STaatschef Xi Jinping ausdrücklich.
- Xi widerum warnte Trump vor einer Konfrontation wegen Taiwan.
- Dies könnte die Beziehungen der beiden Länder in eine «äusserst gefährliche Lage bringen».
Wie im Fernsehen zu sehen war, schüttelten sich beide zur Begrüssung länger die Hand. Trump tauschte dabei an der Grossen Halle des Volkes im Herzen der chinesischen Hauptstadt einige Worte mit Xi aus.
Im Anschluss begrüssten beide die Regierungsvertreter der jeweils anderen Seite. Sie schritten bei der Begrüssungszeremonie auch eine Militärformation ab. Trump applaudierte zudem Kindern, die jubelnd kleine US-Flaggen und Blumen in die Höhen streckten.
Vor Ort waren auch Unternehmensvertreter wie Apple-Chef Tim Cook und Tesla-Gründer Elon Musk sowie Regierungsmitglieder, darunter Finanzminister Scott Bessent und Aussenminister Marco Rubio.
Trump zu Xi: «Eine Ehre, Ihr Freund zu sein»
Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump in China haben sich beide Seiten mit betont freundlichen Worten um ein stabileres Verhältnis der Grossmächte bemüht. Nach einem Empfang mit militärischen Ehren lobte Trump Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping ausdrücklich.
Der Gastgeber in Peking wiederum sagte, er sei überzeugt, dass die gemeinsamen Interessen zwischen den USA und China grösser seien als die Differenzen. Der jeweilige Erfolg beider Länder sei für das andere eine Chance, sagte Xi.

Die beiden grössten Volkswirtschaften der Welt befinden sich in einem erbitterten Handelskonflikt. Trump, der China im vergangenen Jahr noch mit horrenden Zöllen gedroht hatte, sagte zu Beginn des Gesprächs mit Xi, die USA und China hätten eine «fantastische» gemeinsame Zukunft.
Der US-Präsident lobte den Gastgeber als «grossartige Führungspersönlichkeit». «Manchmal mögen Leute das nicht, wenn ich das sage, aber ich sage es trotzdem, weil es wahr ist», sagte Trump weiter. «Es ist eine Ehre, Ihr Freund zu sein.»
Chinas Xi warnt Trump vor Konfrontation wegen Taiwan
Xi hat im Gespräch mit US-Präsident Donald Trump vor einem Konflikt um Taiwan gewarnt. Sollte die Taiwan-Frage schlecht gehandhabt werden, käme es zu Spannungen oder sogar Konflikten zwischen beiden Ländern, sagte der Chinese nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua in Peking.

Dies könnte die Beziehungen zwischen China und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen», warnte er. Peking erhebt Anspruch auf das unabhängig und demokratisch regierte Taiwan. Die Kommunistische Partei treibt die Sorge um, dass sich die Insel offiziell für unabhängig erklären könnte, was die dortige Regierung bislang jedoch nicht anstrebt.
Xi betonte ausserdem, dass der Umgang mit Taiwan die wichtigste Frage in den US-China-Beziehungen sei. Bei guter Handhabung könne dieses Thema auch die Stabilität zwischen beiden Ländern wahren, sagte er.
Stabile Beziehungen zwischen China und USA «gut für die Welt»
Xi sagte, stabile chinesisch-amerikanische Beziehungen seien «gut für die Welt». Beide Seiten sollten Partner und nicht Gegner sein. Er warf auch die Frage auf, ob China und die USA ein «neues Modell für die Beziehungen zwischen Grossmächten» schaffen könnten.
Dabei stellte Xi das Verhältnis beider Länder in den Kontext einer möglichen gefährlichen Rivalität: Er sprach die nach einem Historiker der griechischen Antike benannte «Thukydides-Falle» an. Damit ist die Gefahr gemeint, dass eine aufstrebende Macht und eine etablierte Führungsmacht in eine gefährliche Konfrontation geraten.














