«Währungsswap»: USA und Argentinien tauschen Milliarden aus

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    Argentinien,

    Die USA kaufen argentinische Pesos im Milliardenvolumen, um Argentiniens Währung zu stabilisieren. Das Abkommen erfolgt kurz vor den dortigen Parlamentswahlen.

    Milei Dollar Argentinien USA
    Argentiniens Präsident Milei kokettiert schon länger mit seiner Sympathie zum US-Dollar. (Archivbild) - Keystone

    Das US-Finanzministerium hat eine Vereinbarung zum Währungstausch mit Argentinien über 20 Milliarden Dollar abgeschlossen. Dies teilte US-Finanzminister Scott Bessent am Donnerstag über den per Kurznachrichtendienst X mit.

    Bei dem Swap tauschen die Zentralbanken beider Länder ihre Währungen laut dem «Handelsblatt» befristet aus. So sichere Argentiniens Zentralbank kurzfristig Dollar gegen Pesos und schaffe Liquidität.

    Glaubst du, dass Milei Argentinien auf einen stabilen wirtschaftlichen Pfad führt?

    Die Massnahme dient der Stabilisierung des Pesos, der zuletzt unter Druck geraten war, so «n-tv». Die argentinische Währung legte nach Bekanntgabe des Abkommens um 0,8 Prozent zu, zudem stiegen Staatsanleihen und Aktienkurse deutlich.

    Schützenhilfe vor der Wahl

    Das US-Finanzministerium betonte derweil seine Bereitschaft, alle erforderlichen Schritte zur Stabilisierung der Märkte zu ergreifen. Argentiniens Präsident Milei dankte den USA und Präsident Trump ausdrücklich für die Unterstützung.

    Hände Pesos Argentinien USA
    Das US-Finanzministerium kauft argentinische Pesos, um die Währung des lateinamerikanischen Landes zu stabilisieren. (Symbolbild) - Keystone

    Die Unterstützung erfolgt vor dem Hintergrund innerer politischer Turbulenzen vor den in gut zwei Wochen anstehenden Parlamentswahlen in Argentinien. Jüngste Niederlagen bei Provinzwahlen und Korruptionsvorwürfe beeinträchtigten das Vertrauen der Investoren massiv, so «Handelsblatt».

    Argentinien profitierte bereits durch massive Interventionen der Zentralbank im Devisenmarkt. Der neue Swap soll nun die Währungsreserven auffrischen und den Markt beruhigen, so «Deutschlandfunk».

    Grosse Nähe zwischen Trump und Milei

    Argentiniens ultralibertärer Präsident Milei verfolgt eine wirtschaftspolitische Wende mit hartem Sparkurs und weniger Devisenrestriktionen. Er steht für klare Marktliberalisierung und Privatisierungen.

    Argentinien USA Milei Trump
    Die Präsidenten Argentiniens (l) und der USA im September am Rande eines Treffens der Vereinten Nationen. (Archivbild) - Keystone

    Milei sucht enge Partnerschaft mit den USA, insbesondere mit Präsident Trump. Beide betonen die gemeinsame Vision für eine freie Marktwirtschaft.

    Trumps Unterstützung ist für Mileis Reformagenda zentral. Zudem ist ein Treffen der beiden Präsidenten in der kommenden Woche geplant, welches die bilateralen Beziehungen weiter stärken dürfte.

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    Kommentare

    User #4788 (nicht angemeldet)

    Wo nimmt Trump das Geld her? Die USA ist doch mit Billionen verschuldet.

    User #4314 (nicht angemeldet)

    geld drucken ist einfach, aber ob man es auch hat?

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