Trump und Petro mit versöhnlichen Tönen nach langem Konflikt

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    Nach monatelangen Spannungen haben sich Trump und Petro im Weissen Haus getroffen. Die beiden Politiker schlugen überraschend versöhnliche Töne an.

    donald trump petro
    Am Dienstag empfing US-Präsident Donald Trump den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro im Weissen Haus. - keystone

    US-Präsident Donald Trump empfing den kolumbianischen Staatschef Gustavo Petro am Dienstag im Weissen Haus. Das zweistündige Treffen markierte eine Wende in den bilateralen Beziehungen, berichtet «amerika21».

    Trump bezeichnete das Treffen als hervorragend und nannte Petro «wunderbar». Noch vor einem Monat hatte er den Kolumbianer als kranken Mann diffamiert, der gerne Kokain herstelle, wie «taz» schreibt.

    Hörst du gerne Donald Trump zu?

    Petro veröffentlichte nach dem Treffen ein Foto mit handschriftlicher Widmung Trumps auf X. Die Notiz lautete gemäss «Tagesspiegel»: «Gustavo – Eine grosse Ehre – Ich liebe Kolumbien.»

    Politische Differenzen zwischen Trump und Petro bleiben bestehen

    Trump schenkte seinem kolumbianischen Kollegen zudem ein signiertes Exemplar seines Buches «The Art of the Deal». Die Widmung lautete: «Du bist grossartig», wie «T-Online» berichtet.

    Petro äusserte sich nach dem Treffen zurückhaltender als sein US-Amtskollege. Er betonte laut der «taz», dass beide ihre Denkweise nicht geändert hätten.

    Einen Pakt schliesse man nicht zwischen Zwillingsbrüdern, sondern zwischen Gegnern, erklärte Petro. Die beiden Staatschefs hätten trotz unterschiedlicher Auffassungen einen gemeinsamen Weg gefunden.

    Drogenhandel im Fokus

    Im Mittelpunkt des Gesprächs stand der Kampf gegen den Drogenhandel. Petro legte nach Angaben von «amerika21» Karten, Geheimdienstberichte und Beschlagnahmungsdaten vor.

    trump petro
    Kolumbiens Präsident Gustavo Petro traff sich mit US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus. - keystone

    «Meine Regierung ist diejenige, die in der Geschichte die meisten Tonnen Kokain beschlagnahmt hat», sagte Petro laut «amerika21».

    Trump erklärte seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung krimineller Organisationen.

    Sanktionen und Spannungen

    Die USA hatten gegen Petro persönlich Sanktionen verhängt, wie der «Tagesspiegel» meldet. Alle Vermögenswerte des Präsidenten in den USA wurden eingefroren.

    Petro wiederum hatte US-Militäraktionen kritisiert und Trump ein «seniles Hirn» genannt.

    Nach der Gefangennahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro drohte Trump Kolumbien mit einer Militärintervention.

    Strategische Entspannung

    Die Entspannung zwischen den USA und Kolumbien ist Ergebnis kluger strategischer Entscheidungen, schreibt «T-Online». Ein Telefongespräch im Januar hatte den Entspannungsprozess eingeleitet.

    donald trump petro
    Laut Schmid wolle sich der US-Präsident in ein gutes Licht rücken hinsichtlich der Zwischenwahlen im November. (Archivbild) - keystone

    Kolumbiens Botschafter Daniel García-Peña trug bei dem Treffen eine Mappe mit der Aufschrift: Kolumbien – Amerikas Verbündeter Nummer eins gegen Narcoterroristen. Dies dürfte nach Trumps Geschmack gewesen sein.

    Zudem bat Petro um Vermittlung in einem Zollstreit mit Ecuador, berichtet «amerika21». Der kolumbianische Präsident übergab seinem US-Amtskollegen zudem eine Namensliste mutmasslicher Drogenbosse im Ausland.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #1065 (nicht angemeldet)

    Was für kompromittierende Fotos von Trump sind in den Epstein-Files?

    User #6021 (nicht angemeldet)

    Trump das Mund ist völlig schmutzig und redet übertrieben ohne gut überlegt. N

    Weiterlesen

    Kolumbien
    Bogotá
    7 Interaktionen
    Washington
    trump petro
    8 Interaktionen
    «Logik von Trump»

    MEHR IN POLITIK

    5 Interaktionen
    Zivilschutzanlage
    2 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS USA

    11 Interaktionen
    Anwältin?
    2 Interaktionen
    New York
    -
    14 Interaktionen
    Unfall beim Golfen