Versuch mit resistenterem Gentech-Weizen bewilligt

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Forschende dürfen vom Frühling an gentechnisch veränderten Weizen im Freien anpflanzen. Dieser Weizen hat eine höhere Resistenz gegen Mehltau.

    resistenterem Gentech-Weizen
    Mit einem Netz bedeckte Ähren in einem früheren Versuch mit Gentech-Getreide auf dem geschützten Feld in Reckenholz ZH. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Bafu hat den Versuch mit resistenterem Gentech-Weizen bewilligt.
    • Das Forschungsprojekt dauert vom Frühjahr 2019 bis maximal 2023.

    Forschende der Universität Zürich dürfen vom Frühling an für ein Forschungsprojekt gentechnisch veränderten Weizen im Freien anpflanzen. Dieser Weizen hat eine höhere Resistenz gegen Mehltau.

    Der Versuch dauert vom Frühjahr 2019 bis maximal 2023 und soll am Standort Reckenholz ZH der Forschungsanstalt Agroscope durchgeführt werden.

    Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) bewilligte den Versuch, wie es heute Donnerstag mitteilte. Er ist die Fortsetzung von Freisetzungsversuchen, die vor elf Jahren begonnen hatten.

    Auskunft über Verhalten im Freien

    Der neue Versuch soll zeigen, wie sich transgene Weizenlinien, die mit einer Gen-Veränderung resistenter gegen die Pilzkrankheit Mehltau gemacht worden sind, auf freiem Feld verhalten. Weiter wollen die Forschenden herausfinden, wie sich unterschiedliche Gen-Kombinationen auf die Mehltau-Resistenz auswirken.

    Dass der geplante Versuch die Fortsetzung von Versuchen im Zeitraum 2008 bis 2010 sowie 2014 bis 2018 ist, erleichterte das Verfahren. Es konnte auf die frühere Dokumentation zurückgegriffen werden. Und das Bafu gab das grüne Licht auf Grund eines vereinfachten Bewilligungsgesuches.

    Dabei wurde auch festgelegt, dass und wie die Universität Zürich verhindern muss, dass gentechnisch verändertes Material ausserhalb des Versuchsgeländes gelangt. Jedes Jahr vor der Aussaat muss die Universität dem Bafu unter anderem melden, wie gross die Versuchsflächen für den Anbau sind.

    In der Schweiz müssen Versuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen bewilligt werden. Wegen des Gentech-Moratoriums dürfen in der landwirtschaftlichen Produktion bis Ende 2021 keine gentechnisch veränderten Organismen verwendet werden.

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