Verletzte bei Angriff im Westjordanland - mutmassliche Angreifer tot
Vier Tage vor der Wahl in Israel verschärft sich die Lage im Westjordanland weiter: Bei einem Schussangriff dort sind israelischen Angaben zufolge mehrere Israelis teils lebensgefährlich verletzt worden, die zwei mutmasslich palästinensischen Täter wurden getötet.

Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte am Morgen mit, insgesamt seien fünf Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen befinden sich demnach in kritischem Zustand.
Israels Armee sagte, Sicherheitskräfte hätten die beiden mutmasslichen Angreifer getötet. Die Einsatzkräfte durchsuchen den Angaben zufolge derzeit die Gegend in der Nähe der Stadt Hebron im Süden des Westjordanlands.
Die Lage im besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg weiter verschärft. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden dort seitdem mehr als 1.100 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, bewaffneten Auseinandersetzungen und Anschlägen getötet. Auch die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser hat deutlich zugenommen.
Konflikt mit den Palästinensern ist wichtiges Wahlkampfthema
Am 27. Oktober sollen die Menschen in Israel ein neues Parlament wählen. Der Konflikt mit den Palästinensern ist ein wichtiges Wahlkampfthema. Rechte Politiker versuchen bei ihrer Wählerschaft zu punkten, indem sie ein hartes Vorgehen gegen palästinensische Gewalt versprechen.
Die zunehmenden Angriffe radikaler israelischer Siedler auf Palästinenser im Westjordanland thematisieren sie dagegen kaum. Laut Umfragen könnte es sowohl für das Lager des amtierenden Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu als auch für die Opposition schwierig werden, eine Mehrheit zu sichern.














