Berichte: Verletzte nach Siedlerangriffen im Westjordanland
Bei Angriffen von radikalen israelischen Siedlern in verschiedenen Orten im besetzten Westjordanland soll es Berichten zufolge eine Reihe von Verletzten gegeben haben.

Neben mehreren Palästinensern sei auch eine ausländische Journalistin im Spital behandelt worden sein, meldeten palästinensische und israelische Medien. Die Gewalt habe sich vor allem gegen palästinensische Helfer bei der Olivenernte gerichtet.
Die Angreifer hätten auch Fahrzeuge und Olivenbäume in Brand gesetzt, hiess es unter anderem in einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa. Bei einem Vorfall sollen Siedler demnach zwei Palästinenser geschlagen haben, einem weiteren Mann wurde dem Bericht zufolge ins Bein geschossen. Israels Militär soll demnach auch Tränengas gegen Palästinenser eingesetzt haben.
Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Die israelischen Streitkräfte teilten auf Anfrage mit, sie gingen den Berichten nach.
Die israelische Zeitung «Haaretz» meldete unter Berufung auf Augenzeugen in einem Dorf in der Gegend der Stadt Ramallah, dass rund 30 maskierte Siedler Erntehelfer angegriffen und ihnen befohlen hätten, zu gehen. Israelische Sicherheitskräfte seien dazu gekommen, hätten aber keinen der Angreifer festgenommen.
Die Lage im besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg nochmals zugespitzt. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden im Westjordanland seitdem mehr als 1.100 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, bewaffneten Auseinandersetzungen und Anschlägen getötet.
Zugleich hat die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser stark zugenommen. Dem israelischen Militär wird dabei immer wieder vorgeworfen, nicht entschlossen genug dagegen vorzugehen.














