Festnahmen nach mutmasslichem Siedlerangriff auf Fotografin

    Keystone-SDA
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    Israelische Sicherheitskräfte haben Polizeiangaben zufolge zehn verdächtige Siedler im Zusammenhang mit Angriffen auf eine US-Fotografin sowie europäische Diplomaten im Westjordanland festgenommen.

    Ein palästinensischer Jugendlicher flieht vor Tränengas, das von Angehörigen der israelischen Streitkräfte nach einem Angriff von Siedlern während der Olivenernte im Dorf Abu Falah...
    Ein palästinensischer Jugendlicher flieht vor Tränengas, das von Angehörigen der israelischen Streitkräfte nach einem Angriff von Siedlern während der Olivenernte im Dorf Abu Falah... - Keystone/AP/Leo Correa

    Die mutmasslich an der Gewalt am Wochenende Beteiligten würden nun vernommen, hiess es in einer Mitteilung der Polizei am Morgen. Israelische Einsatzkräfte beschlagnahmten den Angaben zufolge bei der Razzia in mehreren Orten im besetzten Westjordanland auch Fahrzeuge. Sie stellten demnach zudem Gegenstände sicher, die die Verdächtigen mit den Angriffen in Verbindungen bringen sollen.

    Siedler sollen auf «Washington Post»-Fotografin eingetreten haben

    Am Freitag war die US-Fotografin Heidi Levine von der «Washington Post» bei einem mutmasslichen Siedlerangriff verletzt worden. Berichten zufolge hatten Dutzende maskierte israelische Siedler Palästinenser bei der Olivenernte attackiert.

    Levine, die auf Aufnahmen des Vorfalls mit Schutzweste mit dem Schriftzug «PRESS» zu sehen ist, dokumentierte die Gewalt. Laut der «Washington Post» stiessen Siedler schliesslich auch sie zu Boden und traten auf sie ein. Auch aus den USA gab es scharfe Kritik an der Gewalt.

    Angriff auch auf europäische Diplomaten

    Am Samstag sollen zudem bei einem weiteren Vorfall radikale israelische Siedler Fahrzeuge europäischer Diplomaten im Westjordanland angegriffen haben. Berichten zufolge zertrümmerten die Angreifer eine Fensterscheibe eines Diplomatenfahrzeugs. Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie ein Diplomat am Boden liegt.

    Die Lage im besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg nochmals zugespitzt. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden im Westjordanland seitdem mehr als 1.100 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, bewaffneten Auseinandersetzungen und Anschlägen getötet.

    Zugleich hat die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser stark zugenommen. Derzeit gibt es fast täglich Berichte über Angriffe auf Palästinenser oder ihr Eigentum. Israels Militär und Polizei wird dabei immer wieder vorgeworfen, nicht entschlossen genug dagegen vorzugehen.

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    Kommentare

    User #6151 (nicht angemeldet)

    Schade…

    User #3615 (nicht angemeldet)

    Es wird Zeit, dass radikale Siedler verhaftet werden, aber bitte in allen Fällen, nicht nur weil es jetzt eine Journalistin getroffen hat. Immerhin gibt es sehr viele Siedle, welche auf illegalem Grund bauen.

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