Aktuell berichten die Vereinten Nationen über die absteigende Menschenrechtslage in Belarus. Es befinden sich mindestens 20 Journalisten in Haft.
Minsk Vereinte Nationen
Täglich gingen Demonstranten in Minsk in den vergangenen Monaten auf die Strasse. (Archivbild) - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit der Präsidentenwahl Lukaschenkos verschlechtern sich die Menschenrechte in Belarus.
  • Vor allem letzten Monat war die Lage laut der Vereinten Nationen besonders heikel.
  • Derzeit befinden sich offenbar rund 20 Medienschaffende in Haft.

Den Vereinten Nationen zufolge verschlechtert sich die Menschenrechtslage in Belarus angesichts von anhaltenden Razzien gegen Oppositionelle, Aktivisten oder Journalisten zusehends. «Am 1. Oktober verblieben mindestens 20 Journalisten und Medienschaffende in Haft», sagte Ilze Brands Kehris, Chefin des UN-Menschenrechtsbüros in New York. Zudem seien allein im September 103 Menschen in Prozessen verurteilt worden, die scheinbar politisch motiviert gewesen seien.

Vereinte Nationen berichten von 800 Festnahmen

Insgesamt sind in dem osteuropäischen Land seit den Wahlen im vergangenen Jahr Berichten zufolge über 800 Menschen festgenommen worden. Bis Ende letzten Monats seien zudem wenigstens 275 zivilgesellschaftliche Organisationen geschlossen worden, so Kehris.

In Belarus war es nach der Präsidentenwahl vom August vergangenen Jahres zu Massenprotesten gegen Machthaber Alexander Lukaschenko gekommen. Seither geht er gegen Andersdenkende und unabhängige Medien vor. Allein am Donnerstag gab es Berichte von 200 festgenommenen Andersdenkenden in dem Land.

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