Bund plant Luftraum-Abkommen mit US Air Force

Keystone-SDA
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Bern,

Die Schweiz will sich verstärkt gegen Bedrohungen aus der Luft schützen. Darum tauscht sie in Zukunft Luftlagedaten mit den USA aus.

Luftraum Schweiz USA
Um ihren Luftraum optimal zu schützen, tauscht die Schweiz künftig Daten mit den USA aus. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Zukunft tauscht die Schweiz Luftlagedaten mit den USA aus.
  • So will sie sich besser gegen Bedrohungen aus der Luft schützen.
  • Die Neutralität der Schweiz bleibe dennoch gewahrt.

Der Bundesrat will den Schutz vor Bedrohungen in der Luft weiter erhöhen.

Dazu plant er unter anderem ein internationales Abkommen zum Austausch von Luftlagedaten mit der US Air Force.

Mit den US-Luftstreitkräften in Europa sollen Verhandlungen über ein «Sensor Visibility Arrangement» aufgenommen werden. Das teilte das Staatssekretariat für Sicherheitspolitik (Sepos) am Mittwoch mit.

Weiter soll ein bestehendes Abkommen mit Deutschland erweitert und ein bilaterales Abkommen mit den Nachbarländern abgeschlossen werden.

Rechtzeitige Hinweise auf potenzielle Bedrohnungen

Die Schweiz hat keine Sensoren ausserhalb ihres Territoriums und im Weltraum. Zudem ist sie auch nicht Teil einer gemeinsamen Luft- und Lenkwaffenabwehr. Darum ist sie auf den Austausch von Luftlagedaten mit Partnern angewiesen.

Heute bestehen Abkommen zum Austausch von Daten für den Luftpolizeidienst mit Deutschland, Italien, Österreich, Frankreich sowie der Nato. Für die Abwehr von militärischen Bedrohungen wie etwa Distanzwaffen seien diese jedoch kaum relevant.

Schweiz Luftraum USA
Künftig tauschen die USA und die Schweiz Luftlagedaten aus. - keystone

Künftig soll die Schweiz rechtzeitig Hinweise auf potenzielle Bedrohungen erhalten. Dies, noch bevor diese den eigenen Luftraum erreichen.

So soll wertvolle Vorwarnzeit für Bevölkerung und Armee gewonnen werden, erklärt das Sepos.

Neutralität der Schweiz wird gewahrt

Wegen der kleinen Grösse der Schweiz können insbesondere Distanzwaffen wie Marschflugkörper erst sehr spät erfasst werden. Aber auch ballistische Lenkwaffen oder Hyperschallwaffen können für Probleme sorgen.

Ist die Neutralität für die Schweiz die richtige Position?

Um die Neutralität der Schweiz zu wahren, sei in den abzuschliessenden Abkommen eine Ausstiegsklausel vorgesehen, hiess es weiter. Dies ermögliche es der Schweiz, den Informationsaustausch jederzeit zu unterbrechen, wenn sie es für angebracht hält.

Zudem seien Amtshandlungen ausländischer Behörden im Kontext des Austauschs auf Schweizer Territorium beziehungsweise im Schweizer Luftraum ausgeschlossen.

Kommentare

User #1255 (nicht angemeldet)

Du Schweiz als zusätzlicher Staat der USA. Autofahren ab 16, Autofahren wird dreckbillig, nicht mehr so harte Bussgelder. Autoprüfung kostet dann noch 200 Franken mit Fahrlehrer und Prüfung, wie in den USA. Da wäre ich sofort mit dabei. Autofahren als Grundrecht.

User #1255 (nicht angemeldet)

Was für Bedrohungen? Wenn die US-Airforce über die Schweiz fliegen darf dann "guet nach am sächsi".

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