Bei ihren Verhandlungen für einen Weg aus der Krise haben Venezuelas Regierung und Opposition erste konkrete Ergebnisse erzielt.
Regierungs-Verhandlungsführer Jorge Rodríguez
Regierungs-Verhandlungsführer Jorge Rodríguez - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Nächste Gesprächsrunde in Mexiko bereits Ende des Monats.

Nach den viertägigen Gesprächen seien «Teil-Vereinbarungen» unter anderem zum Kampf gegen die Corona-Pandemie fixiert worden, teilten die Teilnehmer am Montag (Ortszeit) in einer gemeinsamen Erklärung mit. Die nächste Gesprächsrunde mit den Schlüsselthemen Wahlen und Sanktionen wurde für den 24. bis 27. September angesetzt.

Die Teilvereinbarungen erstrecken sich den Angaben zufolge auf sozialen Schutz inklusive Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sowie Vereinbarungen zu einem umstrittenen, vom Nachbarland Guyana kontrollierten Grenzgebiet. In einer Mitteilung der Verhandlungspartner hiess es weiter, beide Seiten würden je drei Vertreter in ein Gremium für Sozialversorge entsenden, um Probleme im Gesundheitsbereich und bei der Lebensmittelversorgung anzugehen.

«Es ist wichtig für alle, (...) dass wir uns auf humanitäre Massnahmen einigen konnten», erklärte der Unterhändler der Opposition, Gerardo Blyde. Venezuelas umstrittener linksgerichteter Staatschef Nicolás Maduro sprach von einem «Erfolg für die Venezolaner». An den von Norwegen vermittelten Verhandlungen nahmen weder Maduro noch Oppositionsführer Juan Guaidó,der von etwa 60 Ländern als Staatschef des südamerikanischen Landes anerkannt wird, persönlich teil.

Die Opposition wirft Maduro Wahlfälschung bei seiner Wiederwahl im Jahr 2018 vor. Trotz seines Ölreichtums steckt Venezuela seit Jahren in einer tiefen Wirtschafts- und Versorgungskrise. Als Folge verliessen rund fünf Millionen Venezolaner ihr Land.

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