Wahlkampf

    Vance unterstützt Orbán im Wahlkampf und greift EU an

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Ungarn,

    US-Vizepräsident JD Vance unterstützt den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán kurz vor der Parlamentswahl demonstrativ in Budapest.

    trump usa Orbán Vance
    JD Vance warb für Viktor Orbán, nun wollen Trump und die USA ihn offenbar als UN-Generalsekretär. - keystone

    Der US-Vizepräsident JD Vance ist wenige Tage vor der ungarischen Parlamentswahl nach Budapest gereist. Er trat gemeinsam mit Ministerpräsident Viktor Orbán bei einer Wahlkampfveranstaltung auf, berichtet der «ORF».

    Dies verstösst gegen eine lange Tradition, dass sich demokratische Regierungschefs nicht aktiv in Wahlen einmischen. Vance lobte Orbán auf einer gemeinsamen Pressekonferenz unverhohlen als «weisen Staatsmann».

    Glaubst du, dass Viktor Orbán die Wahl gewinnen wird?

    Vance sagte: «Der Präsident der Vereinigten Staaten und der Ministerpräsident von Ungarn waren gemeinsam dazu fähig, wunderbare Dinge zu tun.» Er betonte seine Unterstützung mehrfach und deutlich.

    Vance nennt Orbán «Vorbild für ganz Europa»

    Mit seiner Visite richtete Vance scharfe Kritik gegen die Europäische Union. Er warf den «Bürokraten in Brüssel» vor, alles unternommen zu haben, um Ungarn zu schädigen.

    Wie das «SRF» berichtet, sagte Vance: Die EU habe das ungarische Volk «klein gehalten», weil sie Orbáns Politik nicht mag.

    Besonderheiten des Wahlkampfs sind die Vorwürfe gegen die Opposition sowie Energiedebatten. Vance nannte Orbán zudem ein «Vorbild für ganz Europa» wegen seiner Migrationspolitik, berichtet «T-Online».

    Starker Widerstand der Opposition

    Oppositionsführer Peter Magyar reagierte scharf auf Vance' Besuch und kritisierte jegliche Wahleinmischung. Nach Angaben des «ORF» sagte Magyar: «Das hier ist unsere Heimat.»

    Die ungarische Geschichte werde nicht in Washington oder Brüssel geschrieben. Magyar forderte alle internationalen Akteure auf, sich nicht einzumischen.

    vance Orbáns
    Trotz massiver Unterstützung aus Washington konnte Orbáns Fidesz-Partei die Parlamentswahl nicht gewinnen. - keystone

    Er warnte vor einer «verlorenen Kampagne» Orbáns und positionierte sich damit gegen die US-Unterstützung.

    Erste ernsthafte Niederlage droht

    Nach 16 Jahren Herrschaft droht Orbán erstmals eine Wahlniederlage laut Umfragen. Wie die «Berliner Zeitung» berichtet, liegt Magyars Tisza-Partei deutlich vor Orbáns Fidesz.

    Dies ist besonders bedeutsam, da Orbán sein Wahlsystem lange zugunsten seiner Partei ausgestaltet hatte.

    Das Wahlkampffinale ist umkämpft wie lange nicht mehr. Trump hatte bereits im März seine Unterstützung für Orbán bekundet.

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    Kommentare

    Luxy-1

    Orban in der EU? Da kriegt Uschi wohl schlaflose Nächte.

    User #1943 (nicht angemeldet)

    Wieso steckt die USA ihre Nase überall rein? Furchtbar.

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