Viktor Orbán bekommt US-Unterstützung vor der Wahl
Vor der Parlamentswahl in Ungarn lobt US-Vizepräsident JD Vance Regierungschef Viktor Orbán. Ein Besuch mit klarem politischem Signal.

US‑Vizepräsident JD Vance ist wenige Tage vor der ungarischen Parlamentswahl in Budapest eingetroffen. Wie «Zeit» berichtet, wird seine Reise als Unterstützung für Amtsinhaber Viktor Orbán in der Schlussphase des Wahlkampfs gewertet.
JD Vance trifft in Budapest zu Gesprächen mit Viktor Orbán zusammen, berichtet «Stern». Nach Angaben der US‑Regierung soll der Fokus auf der «reichhaltigen» bilateralen Partnerschaft zwischen den USA und Ungarn liegen.

JD Vance hat sich in der Vergangenheit positiv über Viktor Orbán geäussert, berichtet «Zeit». Seine Nähe zu Orbán gilt als Teil der politischen Verbindung zwischen dem ungarischen Regierungschef und Donald Trump.
US-Unterstützung für Orbán wächst
US-Aussenminister Marco Rubio besuchte im Februar Budapest und betonte, dass die USA Orbans Erfolg begrüssen würden. Wie «Tagesspiegel» schreibt, nannte Rubio Orbans Regierung für die amerikanischen Interessen von entscheidender Bedeutung.
Trump selbst rief nach «Zeit»‑Berichten erst kürzlich zu einer Wiederwahl Orbans auf. Die Unterstützung aus den USA wird in Europa teils als Einmischung in den Wahlkampf kritisiert.
Wahlumfragen in Ungarn zeigen, dass Orbans Regierungspartei Fidesz deutlich hinter der oppositionellen Tisza‑Partei liegt. Beobachter deuten den Besuch von Vance als Versuch, Orban in diesem schwierigen Wahlkampf zusätzliche Autorität zu verschaffen.
Opposition warnt vor Einfluss von aussen
Vertreter der ungarischen Opposition warnen vor möglicher Einflussnahme von aussen auf den Wahlkampf, berichtet «Zeit». Rund um den Besuch wurden auch Proteste und kritische Stimmen angekündigt.
Analysen sehen den Einfluss des Besuchs auf Wähler als unklar, berichtet «Reuters». Die Wirkung internationaler Unterstützung gilt als begrenzt, trotz hoher medialer Aufmerksamkeit rund um den Besuch.

JD Vance wirft der Europäischen Union vor, sich in den ungarischen Wahlkampf einzumischen, berichtet «Stern». Diese Kritik wird als Teil der deutlichen Linie der US‑Regierung zugunsten Orbans verstanden.












