Senator: 42 Schulkinder in Nigeria entführt
Im westafrikanischen Nigeria haben unbekannte Bewaffnete nach Angaben eines Politikers 42 Schulkinder entführt. Die Mädchen und Jungen seien bereits am Freitag bei einem Grossangriff auf das Dorf Mussa im Bundesstaat Borno verschleppt worden, sagte Mohammed Ali Ndume, der Senator des Wahlkreises Borno-Süd.

Demnach sind 28 Kinder aus einer Grundschule entführt worden und vier weitere aus einer Sekundarschule. Zudem seien zehn Kinder aus ihren Häusern gezerrt und gekidnappt worden, so Ndume. Die Entführer seien auf Motorrädern in das Dorf eingefallen.
Bisher hat sich keine Gruppe zu dem Angriff bekannt. Im Nordosten Nigerias kämpfen seit mehr als 15 Jahren dschihadistische Gruppen wie die islamistische Miliz Boko Haram und der mit der Terrorgruppe Islamischer Staat verbundene Ableger IS Westafrika (ISWAP) gegen den Staat. Auch kriminelle Banden sind in der Region tätig.
Immer wieder kommt es zu Entführungen, besonders von Minderjährigen. Der bekannteste Fall ist die Entführung von 276 Schülerinnen durch Boko Haram im April 2014 in Chibok. Dutzende der verschleppten Mädchen werden bis heute vermisst.










