USA halten trotz Eskalation an Iran-Gesprächen fest
Trotz gegenseitiger Angriffe wollen die USA weiter mit dem Iran verhandeln. Irans früherer oberster Führer Chamenei wurde derweil beerdigt.

Trotz der jüngsten militärischen Eskalation laufen die Diplomatie-Bemühungen zwischen den USA und dem Iran weiter, berichtet die «Rhein-Zeitung». «Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter», sagte ein US-Regierungsbeamter.
Katar, Pakistan und weitere regionale Vermittler bemühen sich, die Spannungen abzubauen und Atomgespräche wiederzubeleben, wie das «web.de» berichtet. Das US-Militär hatte zuvor mehrere Angriffswellen auf Ziele im Iran geflogen.
Der Hintergrund: Washington macht Teheran für Attacken auf Handelsschiffe in der Strasse von Hormus verantwortlich. Der Iran seinerseits schlug zurück und beschoss auch US-Militärbasen in Kuwait, Bahrain und Jordanien.
Rahmenabkommen zwischen USA und Iran unter Druck
Das Verhalten der iranischen Führung stelle einen Verstoss «inakzeptablen Ausmasses» gegen das vereinbarte Rahmenabkommen dar, zitiert «web.de» einen US-Beamten. Dieses Abkommen sah eine 60-tägige Verhandlungsphase für einen dauerhaften Frieden vor.
Vermittler gehen davon aus, dass iranische Hardliner innerhalb der Führung die Angriffe initiierten, um das Abkommen gezielt zu sabotieren. Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb dazu, eine Kapitulation sei aus Teherans Sicht «keine realistische Option».
Citrinowicz zufolge stünden die USA nun «vor einer schwierigen strategischen Entscheidung»: entweder weiteres Eskalieren mit Folgen für die Energiemärkte oder eine Rückkehr an den Verhandlungstisch.
Chamenei unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestattet
Mehr als vier Monate nach seiner Tötung ist Irans früherer oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei beerdigt worden. Er wurde im Imam-Resa-Schrein in seiner Heimatstadt Maschhad bestattet, wie die «Talzeit» berichtet.
Die Trauerzeremonien hatten rund eine Woche gedauert und führten den Sarg durch mehrere Städte im Iran und im Irak. Chamenei war am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden.
Die Angriffe der USA führten dazu, dass sogar der Zugverkehr zwischen Teheran und Maschhad während der Trauerfeierlichkeiten unterbrochen war.
Israel warnte Trump vor Mordkomplott
Wie «web.de» berichtet, hat Israel die US-Regierung vor einem angeblichen iranischen Plan zur Ermordung von Präsident Donald Trump gewarnt. CNN zufolge sei die Warnung neu gewesen und habe sich auf ein konkretes Komplott bezogen.

Andere US-Vertreter äusserten laut dem Bericht die Vermutung, Israels Warnung könne ein Versuch sein, Trumps Kurs im Iran-Konflikt zu beeinflussen. Trump selbst sagte: «Ich bin die Nummer eins auf der Todesliste des Irans.»
Irans Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf drohte unterdessen: «Wer angreift, wird selbst angegriffen.» Die Strasse von Hormus werde nur unter «iranischen Bedingungen» geöffnet, berichtet die «Talzeit».












