Die Lage an der ukrainisch-russischen Grenze spitzt sich immer weiter zu. Die USA halten einen baldigen Angriff für wahrscheinlich.
Russian troops
Russland, 20. Februar 2022. Satellitenaufnahme. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Satellitenbilder zeigen russische Soldaten an der Grenze zur Ukraine in Bereitschaft.
  • Nach westlichen Angaben sollen sich rund um die 150'000 Soldaten an der Grenze befinden.
  • Die USA warnen vor Menschenrechtsverletzungen, würde es zum Krieg kommen.

Die US-Regierung warnt weiter eindringlich vor einem russischen Einmarsch in die Ukraine - möglicherweise in den kommenden Stunden.

«Wir haben gerade in den letzten 24 Stunden weitere Bewegungen russischer Einheiten an die Grenze gesehen. Für die es keine andere gute Erklärung gibt, als dass sie sich für einen Angriff in Position bringen.» Das sagte der Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, am Montagmorgen im US-Fernsehen.

Jake Sullivan
Der Nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan. - keystone

Man könne allerdings keinen genauen Tag vorhersagen - ein Angriff sei allerdings in den «kommenden Stunden oder Tagen» möglich.

Hinsichtlich auf ein mögliches Treffen zwischen Biden und Wladimir Putin wiederholte Sullivan, dass der US-Präsident prinzipiell dazu bereit wäre. Bedingung sei «selbstverständlich», dass Russland vorher nicht in die Ukraine einmarschiere. Der Kreml hatte die Hoffnungen auf ein baldiges Treffen zuvor allerdings gedämpft. «Es gibt soweit keine konkreten Pläne dazu», erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag.

Warnung vor Menschenrechtsverletzungen

Sullivan warnte auch vor Menschenrechtsverletzungen, sollte Russland die Ukraine angreifen. «Es wird ein von Russland geführter Krieg sein. Gegen das ukrainische Volk, um es zu unterdrücken, zu zerschlagen, ihm zu schaden», sagte er.

Die US-Regierung hatte sich zuletzt in einem Schreiben an UN-Botschafterin Bathsheba Nell Crocker in Genf gewandt. Darin ist von glaubwürdigen Informationen die Rede, die auf schwere Menschenrechtsverletzungen hindeuten.

Russland hat nach westlichen Angaben etwa 150'000 Soldaten an der Grenze zum Nachbarland Ukraine zusammengezogen. Moskau widerspricht seit Wochen hartnäckig Befürchtungen des Westens, dass ein Einmarsch in die Ukraine bevorstehen könnte.

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