US-Wahlen

    US-Wahlen: Washington D.C. bereitet sich auf mögliche Unruhen vor

    Matthias Bärlocher
    Matthias Bärlocher

    USA,

    Ausschreitungen seien nicht ausgeschlossen, sagen die Behörden, sowohl am Wahltag als auch bis zur Amtseinführung – egal, wer die Präsidentschaftswahl gewinnt.

    Mitarbeiter Kongress Parlament Kapitol
    Parlementsmitarbeitende verlassen das Kapitol in Washington, D.C., während einer Sicherheitsübung der Polizei, am 21. Oktober 2024. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Behörden von Washington D.C. bereiten sich auf mögliche Krawalle vor.
    • Zur Amtseinführung im Januar werden riesige Menschenmassen erwartet.
    • Schon vor vier Jahren gab es Ausschreitungen, die im Sturm aufs Kapitol gipfelten.

    In der amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. werden intensive Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Sowohl rund um die Wahlen vom kommenden Dienstag als auch bei der Amtseinführung 2024 will man für alles gewappnet sein: Es werden «grossangelegte Ausschreitungen und sozialen Unruhen» befürchtet.

    Wer gewinnt die US-Wahl?

    Diese Möglichkeit bestehe unabhängig davon, wer tatsächlich die Wahlen gewinne, warnen die Stadtbehörden. Chris Rodriguez, stellvertretender Stadtverwalter von Washington, informierte den Stadtrat über die Sicherheitsmassnahmen.

    Sturm Kapitol 6. Januar
    Trump-Anhänger versuchen durch eine Polizeisperre durchzubrechen, am 6. Januar 2021, beim Kapitol in Washington, D.C., währendem der Kongress sich anschickte die wahl von Joe Biden zum Präsidenten zu bestätigen. - keystone

    Diese sollen vom Wahltag bis zum 6. Januar und am Tag der Amtseinführung ergriffen werden. Am 6. Januar erfolgt die offizielle Auszählung der Elektoren-Stimmen im Parlament. An diesem Datum erstürmte dann auch 2021 ein Mob das Kapitol.

    Sicherheitskräfte erwarten historische Menschenmassen

    Rodriguez betonte weiter, dass am Tag der Amtseinführung mit einer historisch hohen Besucherzahl in Washington gerechnet wird.

    Auch Pamela Smith, Washingtons Polizeichefin, äusserte sich zur aktuellen Lage und versicherte den Reportern gegenüber: «Ich möchte Ihnen versichern, dass das Metropolitan Police Department und alle Behörden von D.C weiterhin für diese Ereignisse planen».

    Washington D.C. Sicherheitsvorkehrungen
    Vor dem Wahltag vom 5. November 2024 werden in Washington, D.C., Zäune und andere Sicherheitsbarrieren rund um das Kapitol errichtet. - keystone

    Apropos «diese Ereignisse»: Gemäss US-Medien ist es das erste Mal, dass sowohl Stadtverwaltung wie Polizei von «Unruhen» sprechen. Das sei bemerkenswert.

    Keine Toleranz für Gewalt

    Smith fügte hinzu, dass man die (friedliche) Ausübung der verfassungsmässigen Rechte unterstütze. Sie spielte damit auf die Grundrechte wie Versammlungsfreiheit und Redefreiheit an. Sie machte aber auch deutlich: «Wir werden keinerlei Gewalt tolerieren.»

    Auch Ausschreitungen und Zerstörung von Eigentum würden nicht toleriert. «Täter werden festgenommen und zur Rechenschaft gezogen», so Polizeichefin Smith.

    Kommentare

    Beat

    "Auch Ausschreitungen und Zerstörung von Eigentum würden nicht toleriert. «Täter werden festgenommen und zur Rechenschaft gezogen», so Polizeichefin Smith." ist auch richtig so! nur müsste dies dann konsequenterweise auch dann passieren, wenn BLM chaoten ganze städte verwüsten und öffentliche gebäude anzünden... müsste...

    User #5550 (nicht angemeldet)

    Man merkt es schon daran, dass Nancy Pelosi nicht mehr für die Sicherheit im Weissen Hause zuständig ist, so wie vor vier Jahren!

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