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    Uno fordert Türkei zur Aufnahme syrischer Flüchtlinge auf

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    Genève,

    Der Uno-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, hat an die Türkei appelliert, den am «meisten gefährdeten» Flüchtlingen Sicherheit zu gewähren.

    Filippo Grandi
    Der Uno-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi. (Archiv) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Uno fordert die Türkei zur vermehrter Aufnahme syrischer Flüchtlinge auf.
    • Seit Dezember haben rund 900'000 Menschen umkämpftes syrisches Gebiet verlassen.

    Der Konflikt im Nordwesten Syriens spitzt sich zu. Nun fordert die Uno die türkische Regierung dazu auf, mehr Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland aufzunehmen.

    Der Leiter des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Filippo Grandi, appellierte am Donnerstag an die Türkei und weitere Nachbarländer Syriens. Sie sollen den am «meisten gefährdeten» Flüchtlingen Sicherheit gewähren.

    Baschar al-Assad
    Der russische Präsident Wladimir Putin, (r) und der syrische Präsident Baschar al-Assad geben sich die Hand. - dpa

    Die syrische Armee geht seit Dezember mit Unterstützung Russlands verstärkt gegen islamistische und dschihadistische Milizen in der Region vor. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad will die letzte Hochburg der Milizen wieder unter seine Kontrolle bringen. Die Türkei steht auf Seiten der Gegner Assads.

    Rund 900'000 Menschen seit Dezember geflüchtet

    Seit Anfang Dezember haben rund 900'000 Menschen nach Uno-Angaben das umkämpfte Gebiet verlassen – die grösste Flüchtlingsbewegung seit Kriegsbeginn 2011. Die Türkei hat nach eigenen Angaben bislang 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen, weigert sich jedoch, weitere ins Land zu lassen.

    Die meisten Menschen flohen in Gebiete in den syrischen Provinzen Idlib und Aleppo. Dort ist die humanitäre Lage auch aufgrund der eisigen Temperaturen oft verheerend.

    80 Prozent Frauen und Kinder

    Laut Grandi sind 80 Prozent der Vertriebenen Frauen und Kinder. Das UNHCR verfügt laut Grandi in der Region über Material und Vorräte für bis zu 2,1 Millionen Menschen. Darunter sind Zelte für 400'000 Flüchtlinge. Allerdings befinden sich geschätzt vier Millionen Zivilisten in der Region.

    flüchtlinge
    Laut Grandi sind 80 Prozent der Vertriebenen Frauen und Kinder. - keystone

    Grandi forderte auch mehr internationale Unterstützung für die Länder, die syrische Flüchtlinge aufgenommen haben. Dort sei die Lage hinsichtlich der Kapazitäten und der «öffentlichen Unterstützung» bereits «angespannt».

    «Tausende unschuldige Menschen» könnten nicht den Preis dafür zahlen, dass die internationale Gemeinschaft unfähig sei, eine Lösung zu finden. Dies erklärte Grandi.

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