Hisbollah

Unifil: Keine Hinweise auf Aufrüstung der Hisbollah

Keystone-SDA
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Libanon,

Die UN-Beobachtermission Unifil im Südlibanon hat seit Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah keine Hinweise auf eine Aufrüstung der proiranischen Miliz gefunden.

ARCHIV - Rauchschwaden nach israelischen Luftangriffen auf Hisbollah-Stellungen in dem südlibanesischen Dorf Mahmoudieh. Foto: Stringer/dpa
ARCHIV - Rauchschwaden nach israelischen Luftangriffen auf Hisbollah-Stellungen in dem südlibanesischen Dorf Mahmoudieh. Foto: Stringer/dpa - Keystone/dpa/Stringer

«Seit Inkrafttreten des Abkommens im letzten Jahr haben wir südlich des Litani-Flusses keine Hinweise auf die Einfuhr neuer Waffen, den Aufbau neuer militärischer Infrastruktur durch nicht-staatliche Akteure oder militärische Bewegungen nicht-staatlicher Akteure festgestellt», sagte Unifil-Sprecherin Kandice Ardiel der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Die Blauhelme seien täglich vor Ort, um die Lage zu überwachen. Vor und während des offenen Kriegs hatten sie demnach Aktivitäten nicht-staatlicher Akteure, darunter die Hisbollah, in Einsatzgebiet im Südlibanon beobachtet und gemeldet.

Bislang hätten die Friedenstruppen fast 400 Waffenlager und Infrastrukturanlagen entdeckt, so Ardiel. Sie seien der staatlichen Armee übergeben worden. Es würden weiterhin verlassene Waffenlager entdeckt. Hinweise darauf, dass neue Waffen in das Einsatzgebiet gelangt seien oder dass nicht-staatliche Akteure dort neue militärische Infrastruktur errichtet hätten, gebe es jedoch nicht, sagte Ardiel.

Eigentlich gilt seit Ende November vergangenen Jahres zwischen der Hisbollah und Israel eine Waffenruhe. Dazu gehört auch die Entwaffnung der Miliz und ihr Rückzug – gemäss der UN-Resolution 1701 – hinter den Litani-Fluss etwa 30 Kilometer nördlich der israelisch-libanesischen Grenze.

Israel wirft der Hisbollah jedoch vor, sich im Süden des Landes neu zu organisieren und aufzurüsten. Täglich greift das israelische Militär mit der Begründung weiter im Libanon an. Seit Inkrafttreten der Waffenruhe wurden dabei bis heute mehr 300 Menschen getötet. Darunter sind nach UN-Angaben auch mehr als 120 Zivilisten. Die Hisbollah gilt seit dem offenen Krieg mit Israel als stark geschwächt.

Hisbollah-Verbündeter und Parlamentspräsident Nabih Berri zufolge wurden bisher 90 Prozent der militärischen Infrastruktur der Hisbollah im Süden demontiert. Bis zum Jahresende werde der verbleibende Teil abgeschlossen.

Die Blauhelme der Unifil überwachen seit 1978 das Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon und sind auch für die Überwachung der Waffenruhe zuständig.

Kommentare

User #5923 (nicht angemeldet)

Aber trodem da Auch mal Alles Platt machen dafür gibts immer min 10 000 Gründe 😂

User #1615 (nicht angemeldet)

Die UNO sah und hörte nichts als die Tunnels im Südlibanon und Gaza gebaut wurden.

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