Die Verhandlungen der UN-Mitgliedsstaaten über ein Hochseeabkommen zum Schutz der Weltmeere sind erneut gescheitert.
Many had hoped that the fifth session of negotiations on a marine biodiversity treaty for international waters, which began on August 15, 2022 at the United Nations headquarters in New York, would have been the last
Many had hoped that the fifth session of negotiations on a marine biodiversity treaty for international waters, which began on August 15, 2022 at the United Nations headquarters in New York, would have been the last - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Zweiwöchige Gespräche enden ohne Ergebnis - Wiederaufnahme geplant.

Die zweiwöchigen Verhandlungen gingen am Freitagabend in New York ohne Einigung zu Ende. «Obwohl wir hervorragende Fortschritte gemacht haben, brauchen wir noch etwas mehr Zeit, um die Ziellinie zu erreichen», sagte die Konferenzleiterin Rena Lee. Die Verhandlungen sollen demnach zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden. Ein Termin steht aber noch nicht fest.

Die UN-Mitgliedsstaaten hatten Mitte August nach vier erfolglosen Anläufen ihre Verhandlungen über ein Hochseeabkommen zum Schutz der Weltmeere wieder aufgenommen. Nach Angaben aus Diplomatenkreisen waren die Gespräche zwar zwischenzeitlich gut vorangekommen, einige Streitfragen blieben aber ungeklärt.

Als Hochsee oder Hohe See werden rund 60 Prozent der Weltmeere bezeichnet, die nicht unter die ausschliessliche Wirtschaftszone eines Staates fallen, da sie weiter als 370 Kilometer von der nächsten Küste entfernt sind. Derzeit wird nur etwa ein Prozent der Hochsee durch internationale Abkommen geschützt.

Umweltschutzorganisationen hatten den Abschluss eines Abkommen angemahnt, um die Weltmeere angesichts der Gefahren durch Erderwärmung, Verschmutzung und Überfischung besser zu schützen. Die Ozeane produzieren die Hälfte des Sauerstoffs in der Erdatmosphäre und nehmen einen erheblichen Teil des Kohlendioxids auf, das durch menschliche Aktivitäten ausgestossen wird.