Ukraine: Schon mehr als 50 Tote nach russischem Luftangriff
Nach dem verheerenden russischen Luftangriff auf den frontnahen ukrainischen Ort Komyschuwacha sind nach Behördenangaben bislang 53 Menschen tot gefunden worden.

Die Such- und Rettungsarbeiten dauerten den fünften Tag nach dem Treffer vom Montag an, schrieb der Militärgouverneur des Gebietes Saporischschja, Mychajlo Semikin, auf Telegram. Weil die ukrainischen Behörden von Dutzenden Vermissten gesprochen hatten, ist mit weiteren Toten zu rechnen.
Nach ukrainischen Angaben traf eine Serie von russischen Gleitbomben den Ort, als dort Hilfsgüter verteilt wurden. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem «hinterhältigen Terroranschlag». Eine drei Tonnen schwere Bombe zerstörte eine unterirdische Schule, in die sich viele Menschen geflüchtet hatten.
Der Bunker in etwa sieben Meter Tiefe war 2025 fertiggestellt worden, wie der öffentlich-rechtliche Sender Suspilne berichtete. Er habe aber nur zwei Monate als Schule gedient und sei dann als kommunaler Treffpunkt, Verteilzentrum für humanitäre Hilfe und Luftschutzkeller genutzt worden.
Russische Telegramkanäle gehen davon aus, dass Drohnenpiloten der ukrainischen Armee aus der Anlage operierten. Komyschuwacha liegt etwa 25 Kilometer von der Front entfernt. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine grossangelegte russische Invasion.










