Der US-Justizminister Merrick Garland hat der Ukraine versprochen, bei der Verfolgung der Kriegsverbrecher im Ukraine-Krieg zu helfen.
US-Justizminister Merrick Garland
US-Justizminister Merrick Garland - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA sagt der Ukraine ihre Unterstützung bei der Verfolgung von Kriegsverbrechern zu.
  • Das teilte US-Justizminister Merrick Garland nach einem Treffen in der Ukraine mit.
  • Seit Beginn des Krieges soll es schon zu mehr als 18'000 Kriegsverbrechen gekommen sein.

US-Justizminister Merrick Garland hat bei einem Besuch in der Ukraine Hilfe bei der Verfolgung von Kriegsverbrechern zugesagt. Er sei hier, um die uneingeschränkte Unterstützung der USA angesichts der ungerechten und ungerechtfertigten Invasion Russlands zum Ausdruck zu bringen. Das sagte Garland am Dienstag bei einem Treffen mit der ukrainischen Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa nahe der Grenze zu Polen.

Sie würden «die Massnahmen der USA zur Unterstützung der ukrainischen Behörden bei der Verfolgung der Kriegsverbrecher erörtern», sagte Garland. «Die USA senden ihnen eine unmissverständliche Botschaft: Es gibt keinen Ort, an dem sie sich verstecken können.»

Ukraine-Krieg: Mehr als 18'000 mutmassliche Kriegsverbrechen

Wenediktowa bezeichnete die Unterstützung als «sehr wichtig». Sie fügte hinzu: «Uns allen ist klar, dass wir es mit sehr mächtigen Feinden zu tun haben.»

Die Ukraine geht von mehr als 18'000 mutmasslichen Kriegsverbrechen landesweit seit Beginn des russischen Angriffskrieges Ende Februar aus. Mehr als 600 Verdächtige wurden laut Generalstaatsanwaltschaft im Ukraine-Krieg bereits identifiziert.

Der Westen und Menschenrechtsorganisationen beschuldigen vor allem die russischen Streitkräfte schwerer Kriegsverbrechen, etwa der willkürlichen Tötung von Zivilisten oder Vergewaltigungen. Russland beschuldigt seinerseits die Ukraine, Gräueltaten begangen zu haben.

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