Ukraine erhielt deutsche Rüstungsgüter für 186 Millionen Euro
Die deutsche Regierung hat bis Ende März Rüstungslieferungen im Wert von 186 Millionen Euro für die Ukraine genehmigt. Im ersten Quartal dieses Jahres erhielten nur die Nato-Partner Niederlande und Grossbritannien mehr Waffen und andere Rüstungsgüter aus Deutschland, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima am Dienstag in Berlin mitteilte. Die USA liegen auf Platz vier hinter der Ukraine.

Das Wichtigste in Kürze
- Insgesamt verdreifachte sich das Exportvolumen von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu von 981 Millionen auf 2,88 Milliarden Euro.
Das Ministerium führt den drastischen Anstieg vor allem auf ein auf mehrere Jahre angelegtes Grossprojekt mit den Niederlanden zurück. Dorthin wird nach früheren Angaben Artilleriemunition verschiedener Kaliber im Wert von 1,79 Milliarden Euro geliefert.
In die Ukraine wurden seit der Annexion der ukrainischen Krim durch Russland 2014 kaum Rüstungsgüter geliefert, bis die Bundesregierung in Berlin sich Ende Februar zwei Tage nach Kriegsbeginn für Waffenlieferungen in grösserem Stil entschied. Seitdem hat die Ukraine unter anderem Panzerfäuste, Flugabwehrraketen, Maschinengewehre und mehrere Millionen Schuss Munition erhalten.
Als Reaktion auf die Kriegsgräuel in dem Kiewer Vorort Butscha sollen die Waffenlieferungen nun noch einmal ausgeweitet werden. «Deutschland unterstützt die Ukraine nachdrücklich bei ihrem Recht auf Selbstverteidigung, wie die aktuellen Genehmigungswerte für Rüstungsgüter zeigen», erklärte Wirtschaftsstaatssekretär Sven Giegold.














