Trump und Xi werden über US-Waffen für Taiwan reden

Esada Kunic
Esada Kunic

USA,

Trump will mit Xi Jinping über US-Waffen für Taiwan reden – und bricht damit ein jahrzehntealtes Grundprinzip der US-Aussenpolitik.

Trump Xi
Trump will mit Xi über US-Waffen für Taiwan reden. - keystone

Kurz vor seiner China-Reise hat US-Präsident Donald Trump eine brisante Ankündigung gemacht. Wie die «Welt» berichtet, will er mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking über US-Waffenlieferungen an Taiwan sprechen.

Gegenüber Journalisten äusserte Trump: «Präsident Xi hätte gerne, dass wir es nicht tun, und ich werde darüber mit ihm sprechen.»

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Laut der «Welt» ist das eine der vielen Fragen, die er ab Donnerstag in Peking erörtern will.

Ein Tabu seit den 1980er-Jahren

Damit bricht Trump mit einem jahrzehntealten Grundsatz der amerikanischen Aussenpolitik, wie «T-Online» berichtet. Präsident Ronald Reagan hatte 1982 in den sogenannten «sechs Zusicherungen» festgelegt, dass solche Gespräche mit Peking tabu sind.

Washington erkennt Taiwan zwar nicht offiziell an, gilt aber als wichtigster militärischer Unterstützer der Insel.

China hingegen betrachtet die demokratisch regierte Insel als abtrünnige Provinz, die notfalls militärisch wiedervereinigt werden soll.

Taiwans Sorgen vor dem Gipfel

Das «SRF» berichtet, dass die USA gegenüber China und Taiwan offiziell eine Strategie der Zweideutigkeit verfolgen.

Washington liefert der Insel Waffen, lässt aber offen, ob es im Ernstfall militärisch eingreift.

Donald Trump Xi
Vor der Peking-Reise kündigt Trump Gespräche über Taiwan mit Xi an. - keystone

Sicherheitsexperte Shen Ming-Shih vom Forschungsinstitut INDRS zeigt sich gegenüber dem «SRF» besorgt: «Wie kann Taiwan ohne die USA militärisch, geschäftlich, wirtschaftlich und diplomatisch überleben? Wir planen bereits mit Worst-Case-Szenarien.»

Trump soll Xi drei Mal treffen

Gleichzeitig dämpft der frühere US-Militär und Verteidigungsministerium-Direktor Tony Hu die Befürchtungen etwas.

Gegenüber dem «SRF» sagte er, er glaube nicht, dass Trump gegenüber China Zugeständnisse bei Taiwan machen werde.

Trump wird Xi Jinping in Peking gleich dreimal treffen. Bei einem bilateralen Gespräch, beim Staatsbankett sowie beim Tee- und Geschäftslunch, wie das «SRF» meldet.

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Kommentare

User #4744 (nicht angemeldet)

Er mischt sich überall ein! Sein Zeil ist wohl Trump, Putin, Xi als einzige Herrscher!

edelweisz

Cowboy Trump reitet Mittwoch in Peking ein, seine Sporen klirren. Er knallt seine Bedingungen auf den chinesischen Tresen, wie einen Beutel Falschgeld. Kartenspieler Xi Jinping rührt keine Mine. Er weiss Trump braucht einen Deal für seine Wähler. Während Trump ständig «Trust me» vor sich hin redet, zählt Xi in Gedanken seine US-Staatsanleihen. Kaum hat Trump den Saloon verlassen, fliegt drauf die Schwingtür mit einem Knall auf. Putin torkelt herein, den Blick auf die iranische Ecke gerichtet. Er stiftet Unruhe, nicht weil er muss, sondern weil er es kann. Während sich die 3 Grossen misstrauisch belauern, eskaliert vor dem Saloon der Streit mit Pferdedieb Benjamin. Putin hat die Flinte bereits entsichert, weil gute Freunde, wie der Iran und andere Nachbarn von Benjamin überfallen und beklaut werden. China hält aufmerksam den Finger am Abzug, bereit, seinen Partner Putin Feuerschutz zu geben. Trump reitet bereits nach Hause und tischt jedem Geschichten auf, wie er allein gegen eine Horde Indianer kämpfte, eine Räuberbande stellte und nebenbei den Westen mit der Eisenbahn erschloss …

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