«New START» läuft aus und USA und Russland verlieren Obergrenzen
Mit dem Auslaufen des Atomvertrags New START verlieren die USA und Russland verbindliche Obergrenzen für ihre Nukleararsenale.

Die USA und Russland verlieren mit dem Auslaufen des Atomvertrags New START verbindliche Obergrenzen für ihre Nukleararsenale. «The Guardian» berichtet, dass der Vertrag am 5. Februar 2026 endete, beide Grossmächte nun ohne formale Beschränkungen agieren.
Die Vereinbarung von 2010 hatte je 1550 strategische Sprengköpfe und 700 Trägersysteme limitiert, diese Begrenzungen sind jetzt nicht mehr rechtsverbindlich.
«The Bulletin of the Atomic Scientists» hebt hervor, dass New START Datenpässe, Inspektionen und Mitteilungen über strategische Aktivitäten vorsah.
Guterres warnt vor Sicherheitsrisiken
UN‑Generalsekretär António Guterres bezeichnete laut der UN‑Website das Ende des Vertrags als ernsten Einschnitt für Frieden und internationale Sicherheit.
Er betonte, dass die Welt erstmals seit über fünf Jahrzehnten ohne bindende Obergrenzen für USA- und Russland‑Arsenale dasteht.
Russland erklärte, dass es trotz Vertragsende eine verantwortungsvolle Haltung bewahren werde, betonte jedoch die fehlende formale Bindung. Kremlsprecher Dmitri Peskov sagte laut «Reuters», dass Moskau weiterhin Stabilität anstrebe, selbst ohne die vertraglichen Verpflichtungen.
«Reuters» berichtet zudem, dass Russland zuvor eine freiwillige einjährige Verlängerung angeboten hatte, auf die die USA nicht reagierten.
USA und Russland: Ende von New START
Für Experten markiert das Ende der Abrüstungskontrolle einen potenziellen Wendepunkt in der internationalen Sicherheitspolitik. Fachleute weisen darauf hin, dass ohne New START alle vertrauensbildenden Massnahmen wie Daten- und Inspektionstausch wegfallen, Transparenz stark reduziert wird.
«The Bulletin of the Atomic Scientists» erklärt, dass so die Planbarkeit strategischer Kräfte und Vorhersehbarkeit für beide Seiten entfällt. Analysen zeigen, dass Russland und die USA ihre Arsenale bislang weitgehend eingehalten haben, doch die Zukunft bleibt unklar.
Es gibt keinen Beweis für grössere Verletzungen, doch die Entfernung rechtlicher Begrenzungen ist bedeutend. «Chatham House» betont, dass das Abkommen seit den 1970er-Jahren ein Kernstück bilateraler Kontrolle war.
Experten und UN warnen: Abrüstungsverhandlungen dringend nötig
Andere Experten warnen, dass die Aufhebung vertraglicher Beschränkungen politische Risiken bergen könnte, da atomare Arsenale wieder ausgeweitet werden könnten. Laut «Telepolis» könnten ohne Obergrenzen beide Mächte innerhalb weniger Monate ihre Vorräte erheblich erhöhen.
UN‑, politische und zivilgesellschaftliche Stimmen fordern nun erneute Abrüstungsverhandlungen.

Der Papst appellierte laut «Reuters», dass die USA und Russland den Vertrag nicht ohne Ersatz auslaufen lassen. Er mahnte, dass dies notwendig sei, um eine neue Rüstungs‑Spirale zwischen beiden Grossmächten zu verhindern.












