Trump stoppt Hormus-Einsatz für Verhandlungen im Iran-Krieg
Nur einen Tag nach dem Start setzt Trump den Militäreinsatz in der Strasse von Hormus aus – im Iran-Krieg zeichnet sich Diplomatie ab.

US-Präsident Donald Trump hat den erst am Montag gestarteten Militäreinsatz in der Strasse von Hormus vorübergehend gestoppt.
Das «Projekt Freiheit» werde für kurze Zeit ausgesetzt, um ein mögliches Abkommen mit dem Iran zu prüfen, berichtet der «Tagesspiegel».
Trump erklärte auf seinem Onlinedienst Truth Social, es gebe grosse Fortschritte auf dem Weg zu einem umfassenden Abkommen mit Teheran. Der Einsatz sei auf Wunsch Pakistans und anderer Vermittlerstaaten gestoppt worden, wie «heute.at» berichtet.
Rubio: Militäroperation «Gewaltiger Zorn» abgeschlossen
US-Aussenminister Marco Rubio erklärte parallel dazu den ursprünglichen Iran-Krieg offiziell für beendet. «Die Operation ‹Gewaltiger Zorn› ist abgeschlossen. Wir haben die Ziele dieser Operation erreicht», sagte er bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus, wie der «Tagesspiegel» zitiert.
Die USA behielten sich laut Rubio dennoch das Recht vor, bei neuen iranischen Angriffen zu reagieren. Verteidigungsminister Pete Hegseth betonte, die Waffenruhe sei nicht beendet und der Einsatz in der Meerenge sei eine separate, defensive Operation.
Trump bagatellisierte den Iran-Krieg erneut und bezeichnete ihn als «kleines militärisches Scharmützel», wie der «Tagesspiegel» festhält. Er forderte die Führung in Teheran auf, die Verhandlungen anzunehmen und «klug» vorzugehen.
Iran sichert sich Kontrolle über die Meerenge
Trotz des diplomatischen Signals der USA setzt der Iran auf eigene Kontrolle der Strasse von Hormus.
Teheran führte ein neues Genehmigungsverfahren ein. Dieses verpflichtet Schiffe, eine iranische Behörde um Erlaubnis zur Durchfahrt zu ersuchen, so der «Tagesspiegel».
Die Revolutionsgarden warnten Schiffe davor, nicht genehmigte Routen zu nutzen, und drohten mit einer «entschlossenen Reaktion». Gleichzeitig meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate erneut Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran – Teheran bestritt diese.
Energiekrise wegen Iran-Krieg trifft Europa
Der anhaltende Iran-Krieg heizt die globale Energiekrise weiter an.

Laut «Euronews» hat die US-Blockade iranischer Häfen die Energiepreise weltweit stark steigen lassen. Währenddessen bleibt die Waffenruhe durch die Streitigkeiten um die Meerenge gefährdet.
Bundesaussenminister Johann Wadephul forderte den Iran auf, sein ballistisches Raketenprogramm sowie seine «Politik der Brandstiftung» in der Region aufzugeben. «Es wird jeden Tag dringlicher, dass Iran das Angebot zu Verhandlungen jetzt annimmt», sagte Wadephul laut «Tagesspiegel».
















