Waffenruhe gefährdet: USA und Iran sind auf Eskalationskurs

Simon Binz
Simon Binz, Keystone-SDA

USA,

Trump droht, der Iran greift an: Nach einer iranischen Attacke auf Ölanlagen in den Emiraten droht die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran zu kippen.

Donald Trump Iran
Donald Trump hat dem Iran einmal mehr mit «Vernichtung» gedroht. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Iran griff Ölanlagen im Hafen von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten an.
  • Trump droht Teheran mit Vernichtung, sollte der Iran US-Schiffe bei Hormus angreifen.
  • Die seit dem 8. April geltende Waffenruhe zwischen den USA und Iran steht auf der Kippe.

Die Lage zwischen den USA und dem Iran spitzt sich erneut dramatisch zu: Nach einem iranischen Angriff auf Ölanlagen im Hafen von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten droht US-Präsident Donald Trump (79) Teheran mit Vernichtung. Der Iran werde «von der Erde gefegt», sollte er US-Schiffe angreifen, die im Rahmen der neuen US-Initiative «Projekt Freiheit» im Einsatz seien.

Mit dieser Initiative will Trump Schiffen freie Fahrt durch die blockierte Strasse von Hormus ermöglichen. Bereits am Montag fuhren US-Zerstörer durch die Meerenge in den Persischen Golf ein. Das US-Militär will zudem mindestens sechs iranische Schnellboote zerstört haben.

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Iran reagierte mit Raketen-Warnschüssen Richtung US-Kriegsschiffen sowie dem Angriff auf die Ölanlagen in den Emiraten. Es waren die ersten iranischen Attacken auf den Golfstaat seit Beginn der Waffenruhe vor knapp vier Wochen.

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi (62) warnte die USA derweil vor einer Fortsetzung der Initiative: «Projekt Freiheit ist Projekt Sackgasse.» Arabische Staaten verurteilten die iranischen Angriffe scharf, die VAE behalten sich eine Reaktion vor.

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Iranischer Aussenminister: «Projekt Freiheit ist Projekt Sackgasse»

04.00: Der Iran warnt die USA davor, die von ihm blockierte Strasse von Hormus wieder für den internationalen Schiffsverkehr freizumachen. «Projekt Freiheit ist Projekt Sackgasse», schrieb Irans Aussenminister Abbas Araghtschi in der Nacht auf der Plattform X mit Blick auf die von US-Präsident Donald Trump verkündete Initiative für ein Ende der Blockade der Meeresenge.

«Die Ereignisse in der Strasse von Hormus machen deutlich, dass es keine militärische Lösung für eine politische Krise gibt.» Zwar hat auch der Iran ein Interesse daran, sein Öl über die Strasse von Hormus zu exportieren. Strittig ist aber weiterhin, welche Schiffe die Meerenge passieren dürfen und wer die Kontrolle darüber haben soll.

Abbas Araghtschi
Abbas Araghtschi, Aussenminister des Irans, äusserte sich zu Trumps Initiative für ein Ende der Blockade von Hormus und sagte: «Projekt Freiheit ist Projekt Sackgasse». - keystone

Araghtschi behauptete weiter, die Verhandlungen für ein Ende des Kriegs machten «dank des grossen Einsatzes Pakistans Fortschritte». Die USA sollten darauf achten, «sich nicht von böswilligen Kräften wieder in einen Sumpf hineinziehen zu lassen». Das Gleiche gelte auch für die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

Feuer auf Frachtschiff in Strasse von Hormus gelöscht

02.35: Das nach einer Explosion ausgebrochene Feuer auf einem Schiff der südkoreanischen Reederei HMM Co. in der Strasse von Hormus ist mittlerweile gelöscht worden. Die Besatzung habe vier Stunden zum Löschen der Flammen benötigt, berichtete Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf einen Vertreter des Unternehmens.

Todesopfer gebe es nicht. Auch über mögliche Verletzungen der 26-köpfigen Besatzung ist nichts bekannt. Das Schiff lag laut Yonhap zum Zeitpunkt der Explosion in Gewässern nahe den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Meerenge vor Anker.

Kommentare

User #5403 (nicht angemeldet)

Warum hat Trump den Krieg gegen den Iran begonnen? Der Iran war nie eine Gefahr für Amerika. Trump ist der Wasserträger seiner Freunde Putin und Netanjahu.

User #1664 (nicht angemeldet)

Europa wird massiv wirtschaftlich geschaedigt und ist das auch ein Kriegsziel im Wirtschaftskrieg?

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