Trump: Iran ist «ziemlich am Ende der Fahnenstange»

Wegen der Eskalation im Nahen Osten steigt der Ölpreis an. Derweil bombardieren sich die Hisbollah und Israel erneut.

Niederlage
Laut US-Präsident Trump steht der Iran kurz vor der Niederlage. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit mehr als einer Woche spitzt sich die Lage im Nahen Osten zu.
  • Israel greift die Hisbollah und den Iran an, der Iran schlägt grossflächig zurück.
  • Im Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.

Seit mehr als einer Woche eskaliert die Lage im Nahen Osten: Nach Angriffen Israels und der USA schlägt der Iran zurück, indem er Golfstaaten attackiert, was auch Touristen betrifft. Zudem blockiert Teheran die Strasse von Hormus, wodurch die Ölpreise stark anstiegen.

Bei den Angriffen wurde Ali Khamenei, der Oberste Führer des Irans, getötet. Sein Sohn Mojtaba wurde zum Nachfolger ernannt. Doch auch er soll verletzt worden sein.

Donald Trump hat bereits mehrfach von einem baldigen Kriegsende gesprochen. Die Ziele und der langfristige Plan der USA im Nahen Osten sind nicht klar.

Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine neue Entwicklung.

Schiitische Milizen im Irak melden Tote

08.46: Im Irak haben mit dem Iran verbündete Milizen einen amerikanisch-israelischen Luftangriff im Westen des Landes gemeldet. Dabei habe es Opfer unter den Mitgliedern der Milizen gegeben.

Örtlichen Medienberichten zufolge wurden 27 Kämpfer der sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF) in der irakischen Provinz Anbar getötet und mehr als 60 weitere verletzt. Das Hauptquartier der Miliz in der Gegend nahe der Grenze zu Syrien sowie mehrere Fahrzeuge seien zerstört worden, hiess es.

Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig geprüft werden. Die irakische Regierung in Bagdad sowie die USA und Israel äusserten sich nicht dazu.

Israels Luftangriffe in Teheran schüren Angst vor Chaos

07.59: Neue Bombardierungen der israelischen Luftwaffe in Irans Hauptstadt Teheran haben Sorgen vor Chaos ausgelöst. Am späten Mittwochabend kam es zu einer der heftigsten Angriffswellen des Krieges, wie Bewohner der Millionenmetropole berichteten.

Dabei wurden den Angaben nach erstmals auch Ziele auf offener Strasse in der dicht besiedelten Grossstadt bombardiert. Mehrere Kontrollposten der iranischen Sicherheitskräfte sollen angegriffen worden sein.

Explosionen
Explosionen in Beirut am Mittwochabend. - keystone

Rund zehn Sicherheitskräfte seien am Mittwochabend ums Leben gekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Es handele sich um eine vorläufige Zahl. Laut der Nachrichtenagentur, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, kam es in Teheran zu mehreren Explosionen sowie zu nicht näher beschriebenen «Zusammenstössen».

Die Agentur warf dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad vor, Kräfte in das Land eingeschleust zu haben.

Irak meldet einen Toten bei Angriff auf Öltanker

07.31: Bei einem Angriff auf zwei Öltanker im Persischen Golf ist nach Angaben der irakischen Regierung mindestens ein Mensch ums Leben gekommen.

Die Attacke in irakischen Hoheitsgewässern stelle eine Verletzung der Souveränität des Landes dar, zitierte staatliche Nachrichtenagentur INA einen Militärsprecher.

Sechs Schiffe wurden demnach entsandt, um der Besatzung der beiden Tanker zu helfen. 38 Crew-Mitglieder seien geborgen worden, darunter ein Toter, sagte der Militärsprecher weiter.

Laut Trump: Iran soll kurz vor Niederlage stehen

07.18: Der Iran soll gemäss Trump kurz vor der Niederlage stehen. Gestern Mittwoch äusserte sich der US-Präsident zum aktuellen Stand der Dinge vor den Medien in Washington.

Der Iran sei «so ziemlich am Ende der Fahnenstange», so Trump. Er hob ausserdem den Mahnfinger: Die US-Armee könnte die Angriffe auf «Teile von Teheran und andere Orte» ausweiten. Dadurch wäre ein Wiederaufbau des Irans «fast unmöglich».

«Das wollen wir nicht», fügte der Republikaner noch an.

So teuer war die erste Kriegswoche für die USA

03.10: Wie die «New York Times» unter Berufung auf ein Pentagon-Briefing vor dem Kongress berichtet, war die erste Kriegswoche sehr teuer. Demnach kostete sie die USA mehr als 11,3 Milliarden Dollar.

usa
Ein US-Kampfjet startet vom Flugzeugträger USS Abraham Lincoln zu einem Einsatz im Iran. - keystone

In diesen Betrag sind zahlreiche Kostenpunkte, beispielsweise die Vorbereitung, nicht miteinberechnet. Es wird davon ausgegangen, dass der Betrag deutlich höher sein wird.

Laut Vertretern des Pentagons wurden in den ersten beiden Kriegstagen Munition im Wert von rund 5,6 Milliarden Dollar verschossen.

Trump will mit Freigabe von Ölreserven den Ölpreis stabilisieren

03.00: US-Präsident Donald Trump will mit der Freigabe strategischer Reserven den rasant gestiegenen Ölpreis stabilisieren. «Wir werden das machen, und dann füllen wir sie wieder auf», sagte er dem Sender Local 12 über die Reserven.

Die Massnahme werde die Preise wieder nach unten bringen, sagte der US-Präsident.

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Wegen des Iran-Kriegs sind die Preise für Öl und Benzin gestiegen. - keystone

Zuvor hatte die Internationale Energieagentur (IEA) mitgeteilt, eine Rekordmenge an Ölreserven auf den Weltmarkt zu pumpen. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer, zu denen auch die USA zählen, 400 Millionen Barrel Rohöl freigeben, wie es in einer Mitteilung heisst.

Angriff auf Treibstofflager in Flughafennähe in Bahrain

02.55: Der Iran hat nach Angaben örtlicher Behörden Treibstofflager in Bahrain angegriffen. Der Angriff erfolgte dem Innenministerium zufolge im Bezirk Muharraq – dort liegt auch der internationale Flughafen des Inselstaats.

Das Ministerium erklärte auf der Plattform X, die zuständigen Behörden unternähmen nach dem Angriff die nötigen Schritte. Es wurden keine weiteren Details mitgeteilt. Damit blieb zunächst unklar, ob es sich bei den betroffenen Treibstofflagern um die Kerosindepots des Flughafens am Rande der Hauptstadt Manama oder eine andere Einrichtung handelte.

Israel greift Kommandozentralen der Hisbollah im Libanon an

01.40: Die israelischen Streitkräfte haben bei einer heftigen Angriffswelle auf den Libanon nach eigenen Angaben Dutzende Stellungen der proiranischen Hisbollah zerstört. Innerhalb von 30 Minuten habe die Luftwaffe in den als Dahija bekannten Vororten der Hauptstadt Beirut zehn Ziele angegriffen, darunter ein Hauptquartier des Hisbollah-Geheimdienstes, die Zentrale der Eliteeinheit Radwan und weitere Kommandozentralen, teilte das israelische Militär mit.

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Israel und die Hisbollah beschiessen sich erneut gegenseitig. - keystone

Demnach griffen die Streitkräfte auch zahlreiche Raketenabschussrampen und Dutzende Hisbollah-Kämpfer an, die den Angaben zufolge Attacken auf Israel vorbereiteten. Nach Hinweisen von israelischen Bodentruppen nahm die Luftwaffe darüber hinaus über 20 Ziele in verschiedenen Teilen des Libanons unter Beschuss, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Zuvor hatte die Hisbollah den Norden von Israel mit Raketen angegriffen.

Österreich und Deutschland reagieren auf steigende Spritpreise

01.15: Österreichs Tankstellen dürfen Spritpreise künftig nur maximal dreimal pro Woche erhöhen statt wie bisher einmal am Tag. Deutschland will hingegen die bisherige österreichische Regel übernehmen, nach der Treibstoff nur noch einmal täglich teurer werden darf. Beide Länder begründen die Schritte mit den gestiegenen Preisen wegen des Iran-Krieges.

Der Iran-Krieg hat die Treibstoffpreise auch in der Schweiz innert weniger Tage spürbar in die Höhe getrieben. Zwischen dem 28. Februar und dem 9. März verteuerte sich Diesel um 8,6 Prozent auf durchschnittlich 1,90 Franken pro Liter, eine Auswertung des Touring Club Schweiz vom Mittwoch zeigte.

Der Preis für Bleifrei 95 stieg im gleichen Zeitraum um 3,7 Prozent auf 1,70 Franken.

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