Angst

Israels Luftangriffe in Teheran schüren Angst vor Chaos

Keystone-SDA
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Iran,

Neue Bombardierungen der israelischen Luftwaffe in Irans Hauptstadt Teheran haben Sorgen vor Chaos ausgelöst. Am späten Mittwochabend kam es zu einer der heftigsten Angriffswellen des Krieges, wie Bewohner der Millionenmetropole berichteten. Dabei wurden den Angaben nach erstmals auch Ziele auf offener Strasse in der dicht besiedelten Grossstadt bombardiert. Mehrere Kontrollposten der iranischen Sicherheitskräfte sollen angegriffen worden sein.

ARCHIV - Flammen steigen aus einem Öllager südlich der Hauptstadt auf, als die Stadt während der amerikanisch-israelischen Militärkampagne getroffen wird. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa
ARCHIV - Flammen steigen aus einem Öllager südlich der Hauptstadt auf, als die Stadt während der amerikanisch-israelischen Militärkampagne getroffen wird. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa - Keystone/AP/Vahid Salemi

Rund zehn Sicherheitskräfte seien am Mittwochabend ums Leben gekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Es handele sich um eine vorläufige Zahl. Laut der Nachrichtenagentur, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, kam es in Teheran zu mehreren Explosionen sowie zu nicht näher beschriebenen «Zusammenstössen». Die Agentur warf dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad vor, Kräfte in das Land eingeschleust zu haben.

In den nördlichen Stadtgebieten Teherans am Fuss des Albors-Gebirges donnerte am Mittwoch nach Einbruch der Dunkelheit die Flugabwehr, wie Augenzeugen berichteten. Über den Dächern waren zudem Kampfdrohnen zu hören. Ein Bewohner äusserte die Sorge, dass die Luftangriffe Chaos stiften. «Ich habe Angst vor einem Bürgerkrieg», sagte er.

Anfang Januar hatte Irans Sicherheitsapparat Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Führung noch brutal niedergeschlagen. Die staatlichen Repressionskräfte, darunter auch die berüchtigten Basdisch-Einheiten, sollen dabei Tausende Demonstranten getötet haben. Aus einigen Häusern riefen Bewohner der Millionenmetropole während der Angriffe wieder Protestslogans. «Tod den Basidsch», war auf Aufnahmen in den sozialen Medien zu hören.

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